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Interview Unternehmer Nikolas Stihl: „Der Staat ist kein guter Aktionär“

Der Aufsichtsratschef des Weltmarktführers für Motorsägen erklärt, warum er den Staat als Aktionär ablehnt und sich Aktienrückkäufe nicht mit Staatshilfe vertragen.
14.05.2020 - 11:04 Uhr 1 Kommentar
Der Aufsichtsratschef der Stihl AG und Beiratsvorsitzende der Stihl Holding befürwortet eine Autokaufprämie auch für Autos mit modernen Verbrennungsmotoren. Quelle: Pressebild
Nikolas Stihl

Der Aufsichtsratschef der Stihl AG und Beiratsvorsitzende der Stihl Holding befürwortet eine Autokaufprämie auch für Autos mit modernen Verbrennungsmotoren.

(Foto: Pressebild)

Waiblingen Der Unternehmer Nikolas Stihl akzeptiert Staatshilfen in der Coronakrise – lehnt aber direkte Beteiligungen ab: „Unternehmen wie die Lufthansa brauchen wir ja nach der Coronakrise weiterhin. Der Staat kann ihnen über die Krise hinweghelfen, aber dann müssen sie auch wieder allein weitermachen“, sagt Stihl im Interview mit dem Handelsblatt.

„Ich halte gar nichts davon, wenn der Staat als Aktionär einsteigt. Da kommt nichts Gutes dabei heraus, wie das Beispiel Commerzbank zeigt. Da ist der Staat vor zehn Jahren in der Finanzkrise eingestiegen, hat keinerlei Mehrwert geschaffen – weder für die Bank noch für die Steuerzahler. Und ein vernünftiger Ausstieg bei der Commerzbank ist ja auch nicht in Sicht. Der Staat ist kein guter Aktionär.“

Der Beiratschef des Weltmarktführers für Motorsägen plädiert allerdings für eine Autokaufprämie auch für Autos mit modernen Verbrennungsmotoren. „Die finanziellen Mittel des Staates sind begrenzt. Er muss den Hebel mit der maximalen Wirkung suchen, weil man schlicht und einfach nicht allen helfen kann.“

Mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zeigt sich der Familienunternehmer zufrieden, aber er mahnt: „Die Bundesregierung hat in dieser Krise vieles richtig gemacht. Hinterher weiß man immer alles besser.“

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    Die eigentlichen Fehler seien schon vor der Krise passiert: „Pandemiepläne waren schon vorher erarbeitet worden und lagen fertig in den Schubladen. Aber Politik und Behörden waren nicht bereit, die Umsetzung dieser Pläne zu finanzieren und sich entsprechend vorzubereiten.“

    Für sein Unternehmen braucht Stihl bei einer Eigenkapitalquote von 70 Prozent keine Staatshilfe. „Man muss statistisch gesehen immer alle zehn Jahre mit einer größeren Krise in der Welt rechnen. Wir sind entsprechend darauf vorbereitet. Widerstandsfähigkeit ist eine sehr wichtige Eigenschaft eines Unternehmens“, betont Stihl und warnt die Politik vor Plänen, die Unternehmen höher zu besteuern.

    Lesen Sie hier das komplette Interview:

    Herr Stihl, ist es eine vernünftige Idee, dass der Staat in der Coronakrise Unternehmen wie die Lufthansa rettet?
    Grundsätzlich ja. Die Unternehmen, die aufgrund der staatlichen Eingriffe nicht mehr funktionieren können wie in der Luftfahrt, aber auch in der Gastronomie oder der Reisebranche, benötigen Hilfe. Unternehmen wie die Lufthansa brauchen wir ja nach der Coronakrise weiterhin. Der Staat kann ihnen über die Krise hinweghelfen, aber dann müssen sie auch wieder alleine weitermachen.

    Was halten Sie von einer direkten Staatsbeteiligung an der Lufthansa?
    Ich halte gar nichts davon, wenn der Staat als Aktionär einsteigt. Da kommt nichts Gutes dabei heraus, wie das Beispiel Commerzbank zeigt. Da ist der Staat vor zehn Jahren in der Finanzkrise eingestiegen, hat keinerlei Mehrwert geschaffen – weder für die Bank noch für die Steuerzahler. Und ein vernünftiger Ausstieg bei der Commerzbank ist ja auch nicht in Sicht. Der Staat ist kein guter Aktionär.

    Im Fall der Lufthansa ist der Kapitalbedarf mit voraussichtlich zehn Milliarden Euro so hoch, dass es wohl gar nicht anders geht, als das Eigenkapital über einen Einstieg als Gesellschafter zu stützen. Wie sehen Sie das?
    Ich verstehe schon, dass der Staat mit 25 Prozent nicht nur als stiller Teilhaber einsteigen will. Das wäre dem Steuerzahler ja kaum zu vermitteln. Aber auf der anderen Seite haben wir als Gesellschaft nichts davon, wenn wir die Lufthansa behandeln wie etwa der italienische Staat die Alitalia. Die Alitalia ist nun wirklich keine unternehmerische Erfolgsstory.

    Wie vertragen sich Staatshilfen mit Dividenden- und Bonizahlungen sowie Aktienrückkäufen?
    Es ist nachvollziehbar, dass die Öffentlichkeit keinerlei Verständnis dafür hat, wenn ein Unternehmen Staatshilfen beantragt und gleichzeitig kapitalintensive Maßnahmen durchzieht.

    Welche meinen Sie damit konkret?
    Insbesondere Aktienrückkäufe, die außer für die Kurspflege zu gar nichts nutze sind. Aktienrückkäufe sollten gar nicht stattfinden, auch nicht in gewöhnlichen Zeiten.

    Dann lehnen Sie sicher auch die zeitliche Parallelität bei Siemens zwischen Kurzarbeit und Aktienrückkaufprogramm ab?
    Aktienrückkaufprogramme gehen gar nicht. Schon zu guten Zeiten sind sie äußerst fragwürdig. Mit dem Geld könnte man ja auch neue Produkte entwickeln oder andere Dinge tun, die das Unternehmen nach vorn bringen. Wenn Aktien auch noch in schwierigen Zeiten zurückgekauft werden und das Management auf der anderen Seite die Hand aufhält, um sich vom Steuerzahler über die Krise helfen zu lassen, ist das keine gute Idee. Das muss ich so deutlich sagen, auch wenn ich leicht reden kann. Wir sind ja nicht börsennotiert und zu 100 Prozent in Familienbesitz.

     

    Was halten Sie von den Forderungen der Autoindustrie nach einer Kaufprämie?
    Das ist schwer zu beurteilen. Natürlich ist es so, dass die Automobilindustrie in Deutschland zentral ist, und wenn es ihr gut geht, zieht sie viele andere Branchen wie Zulieferer und Dienstleister mit. Auch aus Klimagesichtspunkten wäre ein Austausch der Flotte zu moderneren schadstoffärmeren Fahrzeugen wünschenswert. Aber bislang ist nur ein sehr, sehr kleiner Teil der Deutschen bereit, ein Elektroauto zu kaufen. Anders ausgedrückt: Eine Beschränkung der Kaufprämie nur für Elektroautos wäre deshalb wohl als bloßes Konjunkturprogramm zumindest nicht hilfreich.

    Also sollte auch der Absatz von Autos mit Verbrennungsmotoren gefördert werden?
    Wenn Absatzförderung beschlossen werden sollte, dann mit Blick auf den Klimaschutz nur die neueste Motorentechnologie.

    Halten Sie das für politisch vermittelbar?
    Es ist kommunikativ sicher eine Herausforderung. Aber die finanziellen Mittel des Staates sind begrenzt. Er muss den Hebel mit der maximalen Wirkung suchen, weil man schlicht und einfach nicht allen helfen kann.

    Wie bewerten Sie das Krisenmanagement der Bundesregierung und die Wahl ihrer Instrumente, insbesondere für die Wirtschaft?
    Die Bundesregierung hat in dieser Krise vieles richtig gemacht. Hinterher weiß man immer alles besser. Die eigentlichen Fehler sind indes schon vor der Krise passiert.

    Inwiefern?
    Pandemiepläne waren schon vorher erarbeitet worden und lagen fertig in den Schubladen. Aber Politik und Behörden waren nicht bereit, die Umsetzung dieser Pläne zu finanzieren und sich entsprechend vorzubereiten. Das ist versäumt worden. Dass anfangs nicht ausreichend Schutzkleidung da war, kann man nicht damit entschuldigen, dass eine Pandemie nicht vorhersehbar war. Es war vorhersehbar, spätestens seit der Sars-Epidemie vor einigen Jahren. Danach wurden Pandemiepläne durchgespielt. Aber diese Empfehlungen dann auch umzusetzen, das hat man versäumt. 

    Woran liegt das?
    Corona zeigt im Brennglas, was in unserer Politik schwierig ist: Alle politischen Projekte, die mehr als eine Legislaturperiode benötigen, sind den Wählern schwer zu vermitteln. Sie kosten häufig am Anfang viel Geld ohne direkten Nutzen und sind auch noch komplex.

    An was denken Sie?
    An die Probleme mit der Energiewende, wo gerade droht, dass sie richtig vor die Wand gefahren wird. Ich denke auch an die großen Infrastrukturprojekte wie Schiene, Straße und Breitband. Bei allen langfristigen Projekten hat sich Deutschland in den vergangenen drei Jahren nicht mit Ruhm bekleckert. 

    Sind Sie denn als baden-württembergischer Unternehmer mit dem Krisenmanagement von Ministerpräsident Kretschmann zufrieden?
    Ja, er ist vielleicht nicht ganz so sichtbar wie Herr Söder, der sich in seinem Handeln in der Coronakrise sehr stark an Österreichs Kanzler Sebastian Kurz orientiert hat, aber Kretschmanns Maßnahmen sind genauso wirksam. Das beweisen ja die Zahlen. Da ist nichts falsch gelaufen.

    Sie hatten gerade Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder erwähnt, sein Kollege in Nordrhein-Westfalen Armin Laschet ist auch sehr aktiv. Tragen da beide ihre Bewerbung um die Kanzlerkandidatur aus?
    Da ist bei beiden sicher auch im Hinterkopf die öffentliche Wirkung mit dabei. Aber Herr Söder hat ja mehrfach sehr deutlich gesagt, dass er nicht Kanzlerkandidat werden und in Bayern bleiben will. Das sollte man ihm vielleicht auch mal glauben.

    Wirklich?
    Natürlich sind das zwei Alphatiere. Herr Laschet hat ja öffentlich geäußert, dass er Kanzlerkandidat werden will.

    Trauen Sie beiden das Amt des Bundeskanzlers zu?
    Ja, warum nicht. Beide sind von ihrer Führungsart sicher sehr unterschiedlich gestrickt. Von Herrn Söder bin ich positiv überrascht, seit er Ministerpräsident ist. Er war ja vorher nicht immer sehr stilsicher, aber er macht jetzt einen sehr guten Job auch in der Einbindung der politischen Opposition in seinem Land. Und Herrn Laschet hat man vorher auch Führungsqualitäten abgesprochen, aber sein Land hat er sehr positiv entwickelt. Beide sind sehr gute Ministerpräsidenten und liefern eine gute Bewerbung ab, sind aber menschlich sehr unterschiedlich.

    Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Globalisierung.

    Befürchten Sie, dass die Globalisierung nach der Coronakrise zurückgedreht wird?
    Es gibt leider Tendenzen in diese Richtung. Es wäre aber genau die falsche Reaktion. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Globalisierung. Wir brauchen eine bessere internationale Zusammenarbeit. Es macht keinen Sinn, die Welt wieder in kleinere Volkswirtschaften - insbesondere in Europa - zu zerlegen. Die Erfolgsgeschichte Europa ist in der Krise zurückgedrängt worden, auch weil wir falsch reagiert haben. Wir müssen zu einer noch stärkeren Zusammenarbeit kommen, wenn wir uns langfristig gegen China und die USA durchsetzen wollen. Es wäre sinnvoll, die Europäische Union noch zu vertiefen.

    So etwas bedeutet auch Aufgabe von nationaler Souveränität. Ist so etwas überhaupt in Deutschland politisch durchsetzbar?
    Das bedeutet ja nicht automatisch die Finanzierung der Krise mithilfe von Corona-Bonds. Die Verantwortung für die Finanzierung kann nicht komplett losgelöst werden von den Parlamenten. Wir müssen jedoch ein sehr großes Interesse daran haben, dass sich der Wirtschaftsraum Europa insgesamt gut entwickelt.

    Welche Chancen entstehen für Deutschland aus Corona? Wird es einen Schub für die Digitalisierung geben?
    Ich meine ja. Wir sollten als Land und Gesellschaft dafür sorgen, dass der Weg aus der Krise mit zukunftsträchtigen Technologien beschritten wird. Die Digitalisierung gehört sicher dazu. Der Staat ist vor allem für die Rahmenbedingungen zuständig. Dazu gehört aber auch der Abbau von Überregulierung. Vieles ist aus diesem Land abgewandert, weil die Regulierungsdichte so hoch ist, dass dadurch Entwicklungen immer teurer und langsamer werden.

    An welches Beispiel denken Sie?
    Wir waren mal die Apotheke der Welt. Inzwischen forscht und entwickelt die Pharmaindustrie weitgehend im Ausland. Wir haben 270 wichtige Wirkstoffe, die wir nur noch importieren können, und das nicht in ausreichender Menge und Qualität. Mal abgesehen davon, dass wir in diesen Feldern seit Jahren keinen großen Durchbruch mehr erreicht haben.

    Warum ist Digitalisierung für Stihl so wichtig?
    Das geht durchs ganze Unternehmen von der Simulation bei der Entwicklung, über die digitalisierte Fertigung in Hochlohnländern und bis hin zum Vertrieb. Unsere Motorsägen können sich selbst analysieren und melden, wenn eine Wartung nötig wird. Darüber hinaus entstehen neue Geschäftsmodelle wie Forst 4.0, bei der der Wald kartografiert wird. Die einzelnen Bäume werden dabei digital erfasst, und das gefällte Holz geht zur Weiterverarbeitung in eine digital gesteuerte Lieferkette. Unsere professionellen Kunden erwarten mehr als ein Produkt, sondern Systeme zur digitalen Forstwirtschaft. In zwanzig Jahren werden wir sehr viel anders arbeiten als heute.

    Sie haben wegen der Einschränkungen durch die Pandemie den Aufbau des Onlineshops vorgezogen. Damit gehen Sie auch ein Risiko ein. Schließlich basiert Ihr bisheriges Geschäftsmodell auf traditionellen Fachhändlern?
    Das Risiko im normalen unternehmerischen Geschäft ist ja schon groß genug. Da muss man nicht noch hasardieren. Das nennt man dann konservatives Wirtschaften. Aber konservativ heißt nicht langsam. Wenn Sie etwas als richtig erkannt haben, müssen Sie sich schnell bewegen. Und dazu sind wir durchaus in der Lage.

    Man muss statistisch gesehen immer alle zehn Jahre mit einer größeren Krise in der Welt rechnen.

    Wie läuft der erst im März eröffnete Onlineshop?
    Erstaunlich gut. Natürlich sind wir noch am Anfang. Für uns ist wichtig, den Käufer mit unserem Fachhandel in Verbindung zu bringen. Der lokale Fachhändler bekommt beim Onlinekauf für die Bereitstellung von Beratung und Service eine Vergütung. Wir bieten nur einen zusätzlichen Kanal, wenn Kunden wissen, was sie wollen. Komplexere Beratung geht immer nur über den Fachhändler. Ziel ist, beide Vorteile zusammenzubringen.

    Für wie krisenfest halten Sie Ihr Unternehmen?
    Wir sind bislang gut durch die Krise gekommen und so aufgestellt, dass wir aus heutiger Sicht keine Hilfe des Staates benötigen werden. Unsere Lieferketten funktionieren, sodass kein Produktionsstopp erforderlich war. Darüber hinaus konnten wir unsere Fachhändler in der Welt insoweit unterstützen, dass sie nicht insolvent wurden, obwohl einige über Wochen schließen mussten. Man muss statistisch gesehen immer alle zehn Jahre mit einer größeren Krise in der Welt rechnen. Wir sind entsprechend darauf vorbereitet. Widerstandsfähigkeit ist eine sehr wichtige Eigenschaft eines Unternehmens.

    Stihl hat eine Eigenkapitalquote von 70 Prozent. Familienunternehmen gelten hinlänglich als sehr robust. Aber das gilt eigentlich nur für die bessere Hälfte. Was macht die andere Hälfte womöglich falsch?
    Es ist so, dass besonders die Familienunternehmen in Deutschland steuerlich stark belastet sind. Wenn man kein Weltmarktführer ist, wird es schwierig, sich ein entsprechendes Eigenkapitalpolster aufzubauen. Und wenn die SPD mit ihren Plänen durchkommt, soll dieses Eigenkapital abgeschöpft werden. Wenn das passiert, brauchen auch wir in der nächsten Krise Hilfe aus der Staatskasse.

    Sie haben in der Krise Ihre Lager massiv aufgefüllt. Muss jedes Unternehmen bereit sein, mehr Kapital für Sicherheit zu binden?
    Ja, natürlich. Lieferfähigkeit ist für ein produzierendes Unternehmen enorm wichtig. Wir haben die Läger aufgefüllt. Das wird uns mittelfristig und schon kurzfristig zugute kommen.

    Warum sagen Sie eigentlich nie etwas zum Gewinn?
    Das ist eine Information, die vor allem unseren Wettbewerbern dienen würde. Und solange wir diese Information nicht rausgeben müssen, tun wir das nicht.

    Was passiert mit Ihrer Mitarbeiterbeteiligung in der Krise?
    Die Höhe unserer Gewinn- und Erfolgsbeteiligung wird vermutlich sinken.

    Stihl ist immer für Überraschungen gut. Vor einem Jahr haben Sie die Daimler-Managerin Anke Kleinschmit als neue Entwicklungschefin geholt. Wie zufrieden sind Sie?
    Wir sind hochzufrieden mit ihr. Sie bringt frischen Wind, ist voller Ideen und heute kann man sagen: ,alles richtig gemacht‘.

    Ist vorstellbar, dass Stihl da eine Vorreiterrolle übernimmt und im nächsten Schritt eine Unternehmenschefin bekommt?
    Warum nicht? Wir hatten ja mit meiner Tante Eva Mayr-Stihl eine Vizechefin über viele Jahrzehnte. Und wenn mein Vater bei seinen politischen Ämtern unterwegs war, hat sie das Unternehmen sehr souverän geführt. Das Geschlecht ist völlig irrelevant. Es zählen Fähigkeiten. Es gibt keinen Grund, warum nicht bald auch eine Frau an der Spitze unseres Unternehmens stehen sollte.

    Herr Stihl, herzlichen Dank für das Interview.

    Mehr: Drei Viertel der deutschen Mittelständler beklagen Ausfälle in Lieferketten.

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    1 Kommentar zu "Interview: Unternehmer Nikolas Stihl: „Der Staat ist kein guter Aktionär“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Erstaunlich unaufgeregte Worte von Niklas Stihl, nicht das sattsam bekannte Gejammere.
      Na ja, sein Vater und die Geschäftsführung haben offensichtlich keine Fehler gemacht und immer mit Augenmaß agiert.
      Interessant auch: Kein Verzicht auf Lagerhaltung, kein blindes Vertrauen in Just-in-time.

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