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Iris Grewe Digitalisierung treibt das Geschäft der Beraterfirma Bearing Point

Deutschlandchefin Iris Grewe richtet die Consultingfirma auf mehr Branchen aus. Die Managerin beobachtet einen Wandel bei den Kunden.
03.03.2020 - 16:32 Uhr Kommentieren
Bei Bearing Point liegt der Auftragsbestand in Deutschland derzeit um 14 Prozent höher als zum Vorjahreszeitpunkt. Quelle: BearingPoint GmbH
Iris Grewe

Bei Bearing Point liegt der Auftragsbestand in Deutschland derzeit um 14 Prozent höher als zum Vorjahreszeitpunkt.

(Foto: BearingPoint GmbH)

Düsseldorf Von Konjunkturdelle und Geschäftseinbrüchen ist derzeit bei den Unternehmensberatern kaum etwas zu spüren. Das Geschäft brummt – und zur Überraschung mancher sogar besser als erwartet. „Das neue Jahr ist fantastisch angelaufen, sogar wesentlich dynamischer als zu Beginn der vorigen zwei Jahre“, sagt Iris Grewe, Deutschlandchefin von Bearing Point, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Seit gut eineinhalb Jahren führt die studierte Volkswirtin die wichtigste Region der Beratungsgesellschaft, die nach Umsatz zu den Top Ten der eigenständigen Managementberatungen in Deutschland zählt. Sie hat die Führung in einer Phase übernommen, die als goldene Zeit für Berater gilt: Die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft verschafft der gesamten Branche seit einigen Jahren eine Sonderkonjunktur

Trotz der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage investieren die Kunden weiter in Projekte zur Digitalisierung. Dazu kommen die Sparprogramme, bei denen sich viele Firmen beraten lassen. Von beiden Trends profitierte auch Bearing Point im vergangenen Jahr: Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 780 Millionen Euro. Davon entfielen 314 Millionen Euro auf den deutschen Markt, ein Plus von vier Prozent.

Bearing Point wuchs damit etwas schwächer als vergleichbare Konkurrenten, die von zweistelligen Umsatzsteigerungen für 2019 berichteten. Grewe zeigt sich dennoch zufrieden, denn das Ergebnis lag innerhalb des selbst gesteckten Zielkorridors von fünf bis zehn Prozent.

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    Die Firma hat sich im vorigen Jahr neu aufgestellt, um weniger fokussiert und abhängig von der Finanzbranche und dem Automobilsektor zu sein. Sie investierte in die Beratung von Konsumgüterherstellern sowie Kunden aus Chemie/Pharma und dem öffentlichen Sektor. „Das hat uns deutlich robuster gemacht“, sagt Grewe.

    Projekte wandeln sich

    Bei den Projekten in allen Branchen geht es etwa darum, die internen Prozesse so zu gestalten, dass sie automatisiert werden und die Firmen so überhaupt von neuer Digitaltechnik profitieren können. Grewe beobachtet einen Wandel bei den Kunden: Von der reinen IT-Gläubigkeit rücken diese ab. Stattdessen steht bei Projekten im Vordergrund, wie sich die interne Zusammenarbeit der Firmen und wie sich ihre Mitarbeiter verändern müssen.

    Grewe legt Wert auf eine gute Mischung bei den 2300 Mitarbeitern in der Region Deutschland, Österreich, Schweiz. Sie selbst ist in Malmö geboren, in Afrika aufgewachsen, hat an mehreren Bearing-Point-Standorten gearbeitet und weiß daher um die Bedeutung von Diversität.

    Dabei legt sie großen Wert auf Chancengleichheit beim Aufstieg: „Wir wollen die besten und fähigsten Mitarbeiter nach vorn bringen. Das können Frauen wie Männer sein, sie können unterschiedlicher kultureller Herkunft sein und aus ganz verschiedenen Generationen kommen.“

    Fürs laufende Jahre ist die Managerin zuversichtlich, denn bei Bearing Point liegt der Auftragsbestand in Deutschland derzeit um 14 Prozent höher als zum Vorjahreszeitpunkt. Natürlich blickt die gesamte Beraterbranche auf mögliche wirtschaftliche Folgen, die das Coronavirus haben könnte. Grewe erwartet derartige Signale aber frühestens im zweiten Quartal.

    Mehr: Diese Manager bereiten Unternehmen auf das digitale Zeitalter vor

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