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IT-Dienstleister Ein neuer Chef fürs Team: Stephan Frohnhoff übernimmt bei MSG von Hans Zehetmaier

40 Jahre war Hans Zehetmaier Chef des IT-Dienstleisters MSG – sein Nachfolger Stephan Frohnhoff will die Aufgabe mit einem Team stemmen.
14.01.2020 - 16:27 Uhr Kommentieren
Die Nachfolge von Hans Zehetmaier will der Vorstand als Team angehen. Quelle: MSG
Stephan Frohnhoff

Die Nachfolge von Hans Zehetmaier will der Vorstand als Team angehen.

(Foto: MSG)

Düsseldorf Hans Zehetmaier hat die Geschichte des Computers aus nächster Nähe miterlebt und mitgestaltet. Als er 1980 mit zwei Arbeitskollegen in München den IT-Dienstleister MSG gründete, kamen in vielen Unternehmen noch Lochkarten zum Einsatz, während die Deutsche Bundespost Versuche mit dem Bildschirmtext BTX begann.

PCs und Smartphones eroberten Büros und Privathaushalte, Innovationen wie das Internet und das Cloud-Computing veränderten die Wirtschaft – der Manager blieb. Diese Ära endet jedoch nun. Zum Jahreswechsel ist Hans Zehetmaier wie zuvor angekündigt in den Aufsichtsrat gewechselt, Stephan Frohnhoff übernimmt seine Aufgaben.

Allerdings nicht allein, wie er gegenüber dem Handelsblatt betont: „Jemanden, der so eine Firma mit einer Milliarde Euro Umsatz von null aufgebaut hat, den kann man nicht einfach ersetzen.“ Der Vorstand werde den Konzern daher als Team führen – zumal dieser ohnehin dezentral organisiert sei.

Die MSG-Gruppe entwickelt seit der Gründung Software für Versicherungen, bis heute steuert dieser Bereich die Hälfte zum Geschäft bei. Über die Jahre sind etliche Branchen hinzugekommen, Banken und Automobilhersteller zählen beispielsweise zu den Kunden, ebenso der öffentliche Sektor – wobei die Bereiche weitgehend unabhängig arbeiten.

Der Umsatz stieg 2018 um acht Prozent auf 961 Millionen Euro, das Betriebsergebnis auf 50,5 Millionen Euro. Diese Expertise will Frohnhoff noch mehr nutzen: MSG soll das Geschäft mit digitalen Plattformen ausbauen. Mit einer Versicherung hat der Konzern bereits eine Lösung entwickelt, um bei der Berechnung der Kfz-Tarife das Fahrverhalten zugrunde zu legen – von der Datenerhebung bis zur Bezahlung.

„Man braucht tiefes Branchenverständnis, um eine Plattform aufzubauen, und zwar übergreifend“, betont der Manager. Bei der Entwicklung solcher digitaler Geschäftsmodelle wolle sich das Unternehmen weiterentwickeln, so Frohnhoff.

Gründer nun Aufsichtsratsvorsitzender

„Wie macht man Innovationsmanagement, wie berät man dabei Unternehmen, wie gestaltet man den Prozess von der Ideenfindung über Prototypen bis zum Produkt?“ – so lauten die Fragen, die sich das Management stellt.
Experten halten diese Strategie für vielversprechend.

Die dezentrale Positionierung sei sehr erfolgreich, sagt Mario Zillmann, Partner beim Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder: Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren erfolgreich diversifiziert und in etlichen Branchen Prozesskompetenz aufgebaut.

Die brauche es, wenn es um die digitale Transformation geht. „MSG ist mittlerweile der größte unabhängige IT-Berater in Deutschland“, betont der Marktbeobachter – und das sei mit einem größtenteils organischen Wachstum gelungen.

Bei der künftigen Entwicklung werden Hans Zehetmaier und seine Familie weiter eine wichtige Rolle spielen: Der Gründer ist nun Aufsichtsratsvorsitzender, sein Sohn Jürgen Vorstandsmitglied für Finanzen und Controlling.

Es sei möglich, dass er eines Tages das Familienunternehmen führe, aber noch nicht entschieden, sagt der Vorstandschef. Sein Vorstandskollege habe einen sehr guten Blick für die Finanzen. MSG weise aber eine „extreme Portfoliobreite“ auf. „Er muss seinen eigenen Weg finden.“

Mehr: IT-Dienstleister machen in Deutschland laut einer Untersuchung gute Geschäfte. Die Firmen investieren in die Digitalisierung – und SAP-Systeme.

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