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Johannes Ehling Vorstandschef sucht einen Investor für Gerry Weber

Johannes Ehling hat Hallhuber endlich verkauft. Jetzt muss der Gerry-Weber-Chef noch einen Investor für die Hauptmarke finden. Das wird nicht einfach.
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„Wir orientieren uns an Massimo Dutti oder Cos von H&M.“ Quelle: Ernsting's Family
Johannes Ehling

„Wir orientieren uns an Massimo Dutti oder Cos von H&M.“

(Foto: Ernsting's Family)

Düsseldorf In der deutschen Modebranche hat Johannes Ehling einen der schwersten Jobs. Der 51-Jährige muss das ostwestfälische Unternehmen Gerry Weber sanieren. Doch der Manager, der lange für die Textilkette Ernsting‘s Family arbeitete, bleibt trotz der vielen Probleme des Modeunternehmens aus Halle/Westfalen optimistisch und freut sich über jeden Fortschritt.

Gerade ist es ihm gelungen, die Tochter Hallhuber mit ihren 400 Boutiquen und Verkaufsflächen zu verkaufen. Käufer ist die Frankfurter Investmentgesellschaft Robus Capital, zu deren Geschäftsmodell es gehört, Unternehmen wie Hallhuber in die schwarzen Zahlen und auf Wachstumskurs zu bringen und sie dann zu verkaufen.

Robus hatte sich bereits im Februar eine Kaufoption gesichert als Gegenleistung dafür, dass sie Hallhuber seinerzeit mit einer Brückenfinanzierung gerettet hatte. Doch die Entscheidung, wirklich 88 Prozent der Textilkette zu übernehmen, zog sich hin.

Die Option war an die Bedingung geknüpft, dass die Banken einer langfristigen Finanzierung für Hallhuber zustimmten. Die steht jetzt. Aber Ehling muss noch das Hauptproblem seines Jobs lösen: Er braucht einen Investor für das Mutterunternehmen Gerry Weber, das Anfang des Jahres die Insolvenz in Eigenverwaltung anmeldete.

Da waren, so ist zu hören, zuletzt drei Investoren im Rennen, auch Ralf Weber. Der Ex-Vorstandschef und Sohn des Firmeninhabers erzählte dem Handelsblatt: „Wir sprechen mit vielen, um eine Investorengruppe aufzubauen.“

Die Investoren müssen auf die Vorarbeit von Johannes Ehling vertrauen, der Gerry Weber in den vergangenen Monaten deutlich umgebaut hat. Er hat viel mit dem Unternehmen vor, das wegen hausgemachter Probleme abgestürzt ist. Er will hochwertige Kleidung zu einem guten Preis anbieten, wie er dem Handelsblatt sagte.

„Wir orientieren uns an Massimo Dutti oder Cos von H&M.“ Die potenziellen Investoren hören solche Worte gern. Aber sie werden seine Zukunftskonzepte genau prüfen.

Mehr: Die Frankfurter Investmentgesellschaft Robus Capital übernimmt die Modekette Hallhuber. Die Verhandlungen mit Investoren für Gerry Weber laufen noch.

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