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Julian Hosp Mysteriöser Abschied des „Krypto-Gurus"

Der Blockchain-Experte Julian Hosp zieht sich überraschend aus dem Start-up TenX zurück. Kurz davor fallen Investoren noch ungewöhnliche Transaktionen auf.
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Spekulationen zufolge hat sich Hosp vor seinem Abgang noch bereichert. Quelle: Xing / Julian Hosp
Julian Hosp

Spekulationen zufolge hat sich Hosp vor seinem Abgang noch bereichert.

(Foto: Xing / Julian Hosp)

Bangkok/FrankfurtJulian Hosp hat in seinem Leben schon viel ausprobiert. Professioneller Kitesurfer, Arzt und zuletzt Blockchain-Experte: So beschreibt sich der 32-jährige Österreicher auf seiner Website. Mit dem in Singapur gegründeten Start-up TenX wollte er eine Kryptogeldkarte anbieten. Mit dieser sollten Besitzer von Digitalwährung auch offline so einfach bezahlen können wie mit einer Kreditkarte. Mehr als 80 Millionen Dollar sammelte Hosp Mitte 2017 bei Investoren ein.

Anderthalb Jahre später zieht sich der Unternehmer nun überraschend und wortkarg zurück. „Uns Gründern ist klar geworden, dass der einzige Schritt vorwärts über getrennte Wege geht“, sagte er sichtlich emotional bewegt in einem Video. Investoren, die die versprochenen Kryptogeldkarten bis heute nicht gesehen haben, reagierten verunsichert und wütend: Eine echte Erklärung für den Abschied blieben Hosp und TenX schuldig, es fehle an Transparenz.

Hosp, der aus einem kleinen Tiroler Dorf stammt, ist in der Szene umstritten. Im Sommer war bekannt geworden, dass er einst bei der österreichischen Firma Lyoness aktiv war, die als Schneeballsystem kritisiert wird. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte Hosp, er brauche nun Zeit zum Nachdenken. Zu den im Umlauf befindlichen Spekulationen und „falschen Fakten“ wolle er sich zu gegebener Zeit äußern.

Im Netz verweisen Investoren auf auffällige Transaktionen kurz vor Hosps Abschied bei TenX. Zwischen dem 26. und dem 31. Dezember seien hohe Mengen der TenX-eigenen virtuellen Währung „Pay“ abgestoßen worden. Spekuliert wird, dass Hosp dahinterstecken und kurz vor seinem Abschied Kasse gemacht haben könnte. Gegenüber dem Branchenportal „BTC-Echo“ bestätigte Hosp Verkäufe, bezeichnete sie jedoch als „primär steuerlich motiviert“.

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