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Karl Jacobi Ein deutscher Unternehmer will Barcelona regieren

Karl Jacobi ist mit Verbalattacken gegen die katalanischen Separatisten berühmt geworden. Nun will er in die Politik seiner Wahlheimat wechseln.
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Insgesamt hat Karl Jacobi vier Unternehmen gegründet. Dazu gehört neben der Jacobi-Gruppe das Unternehmen Comvort, ein internationales Agentur-Netzwerk. Quelle: foto prensa Rueda de prensa
Karl Jacobi

Insgesamt hat Karl Jacobi vier Unternehmen gegründet. Dazu gehört neben der Jacobi-Gruppe das Unternehmen Comvort, ein internationales Agentur-Netzwerk.

(Foto: foto prensa Rueda de prensa)

Barcelona Karl Jacobi wurde über Nacht in Spanien berühmt – als der deutsche Unternehmer, der den katalanischen Parlamentspräsidenten Roger Torrent mit ungewohnt harschen Worten attackierte. „Seit 30 Jahren belügen Sie die Bevölkerung“, warf er dem Separatisten auf einer Veranstaltung der deutschsprachigen Führungskräfte im März 2018 vor. „Deshalb bin ich dafür, dass Sie alle ins Gefängnis gehen!“

In den folgenden Wochen beherrschte er die Schlagzeilen in Spanien. Die Separatisten haben nach einem illegalen Referendum im Herbst 2017 die katalanische Republik ausgerufen.

Die neue Berühmtheit hat den Deutschen beflügelt – er kandidiert nun für das Amt des Bürgermeisters von Barcelona. „Ich habe über 15.000 E-Mails und Briefe von Katalanen aus aller Welt bekommen“, erzählt Jacobi. „Für viele war ich das große Vorbild, und sie haben mich gebeten, zu helfen, die Zustände in Katalonien zu verändern.“

Sein Alter will Jacobi nicht nennen. „Ich bin 36 Jahre alt, denn ich lebe seit 36 Jahren in Barcelona“, sagt er nur. Einige Medien schreiben, er sei 70 Jahre alt. Klar ist dagegen, dass Jacobi vier Unternehmen für Kommunikation und Werbung gegründet hat.

Dazu gehört neben der Jacobi-Gruppe das Unternehmen Comvort, ein internationales Agentur-Netzwerk, das vor allem für große Konzerne tätig ist.

Jacobi kandidiert für die kleine konservative Partei Nosotros. Er will gegen Korruption vorgehen und verhindern, dass weiter Touristen aus Barcelona vergrault werden. „Ordnung und Gerechtigkeit“ verspricht er seinen Wählern. Für Samstag hat er zu einer Kundgebung vor dem Sitz der katalanischen Regierung gerufen.

An Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht. „Ich löse die Probleme, die andere Parteien im Wesentlichen mit verursachen“, behauptet er. Mit seinem Auftreten macht er sich nicht nur Freunde. In Kreisen deutscher Unternehmer heißt es, ihm fehle jedes diplomatische Verständnis. Chancen, tatsächlich Bürgermeister zu werden, dürfte er ohnehin kaum haben.

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