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Kathrin Dahnke Finanzchefin verlässt den Familienkonzern Werhahn

Die gut vernetzte Managerin war die erste Frau im Vorstand des Neusser Familienunternehmens. Nun sucht Kathrin Dahnke eine neue Herausforderung.
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Die Managerin sucht eine neue Herausforderung. Quelle: Wolfgang Bathe, Werhahn KG
Kathrin Dahnke

Die Managerin sucht eine neue Herausforderung.

(Foto: Wolfgang Bathe, Werhahn KG)

Düsseldorf Bei Werhahn ist Kathrin Dahnke eine Konstante. Allerdings nur noch bis Jahresende. Dann verlässt die 59-Jährige das traditionsreiche Familienunternehmen aus Neuss, wie Werhahn am Donnerstagnachmittag mitteilte.
Vor mehr als fünf Jahren war sie als erste Frau in den Vorstand des mehr als 175 Jahre alten Familienunternehmens eingezogen.

In dieser Zeit arbeitete sie lange mit Anton Werhahn zusammen, der das Unternehmen bis vor rund anderthalb Jahren führte. Seitdem steht Paolo Dell’Antonio , der vom Spirituosenhersteller Mast Jägermeister kam, als familienfremder Vorstandschef an der Spitze von Werhahn mit seinen insgesamt knapp 10.000 Mitarbeitern. Im Mai war erst Alexander Boldyreff, der für die Finanzdienstleistungssparte verantwortlich zeichnet, als dritter Vorstand hinzugekommen.

Nun wird nach einem geeigneten Nachfolger für Dahnke gesucht. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat gefallen, teilte Werhahn mit. Die Unternehmensgruppe besteht aus den drei Sparten Konsumgüter, Baustoffe und Finanzdienstleistungen und setzte im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Euro umsetzte. Verwaltungsratschef Anton Werhahn dankte Kathrin Dahnke am Donnerstag für „ihr außerordentliches Engagement und ihren hervorragenden Einsatz“.

Dahnke stelle sich künftig einer neuen Herausforderung, sagte sie dem Handelsblatt. Näheres aber dürfe sie noch nicht sagen. Sie verrät nur, dass sie ja „oft die erste Frau“ in einer Funktion gewesen sei. So war es auch bei Werhahn, als sie 2014 als Nachfolgerin von Michael Werhahn in den Vorstand einzog.

Dahnke wird allseits geschätzt und verfügt über ein exzellentes Netzwerk. Sie sitzt unter anderem in den Aufsichtsräten des Flughafenbetreibers Fraport, des Medizintechnikunternehmens B. Braun und von Knorr-Bremse. Bei dem Münchener Bremsspezialisten ist sie stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende. Alle Mandate werde sie weiter ausüben, sagte sie.

Ihre berufliche Laufbahn startete Dahnke nach dem Studium der Betriebswirtschaft im Controlling bei Beiersdorf und leitete dort später die Finanzabteilung. 1989 wechselte sie in die M&A-Beratung der WestLB. Von 1998 bis 2004 verantwortete sie die Finanzen beim Prothesenhersteller Ottobock.

Ein Jahr später wurde sie Finanzdirektorin beim börsennotierten Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister, ab 2010 war sie dort Finanzvorständin, bevor sie schließlich zu Werhahn wechselte. Die Finanzchefin hinterlässt ein grundsolides Unternehmen, die Eigenkapitalquote liegt seit Jahren bei rund 70 Prozent, ohne Finanzdienstleistungen. Im Jahr 2018 sank allerdings das operative Ergebnis von 163 auf 105 Millionen Euro.

Mehr: Die großen Familienunternehmen müssen mit kleineren, agilen Holdings ihre Zukunftsfähigkeit sichern. Das ist oft kein leichter Schritt, kommentiert Handelsblatt-Autorin Anja Müller.

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