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Premium Königliche Porzellan-Manufaktur Wie Banker Jörg Woltmann das älteste Berliner Unternehmen saniert

Jörg Woltmann wollte nicht, dass die Königliche Porzellan-Manufaktur in chinesische Hände gerät. Nun versucht der einstige Bankengründer, das älteste Berliner Unternehmen zu sanieren – mit Latte-Macchiato-Bechern und Currywurst-Schalen.
03.03.2018 - 11:54 Uhr
Berliner Porzellan-Patriot. Quelle: Anita Back/laif
Jörg Woltmann

Berliner Porzellan-Patriot.

(Foto: Anita Back/laif)

„Warum? Ja, warum?“ Jörg Woltmann lässt sich die Frage auf der Zunge zergehen. Zwölf Jahre ist es her, dass sich das Land Berlin von der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) trennen wollte – dem ältesten Unternehmen mit einer Produktion in der deutschen Hauptstadt.

1763 hatte Friedrich II. von Preußen, der „Alte Fritz“, die Werkstätten übernommen und ihnen den königlichen Namen und das kobaltblaue Zepter als Markenzeichen verliehen. Bis Wilhelm II. 1918 abdankt, ist die KPM im Besitz von sieben Königen und Kaisern. Danach übernimmt der Staat. Als sich das Land Berlin entschließt, sich das Verlustgeschäft nicht länger zu leisten, signalisiert ein chinesisches Konsortium Interesse.

Doch das will der alteingesessene Banker Woltmann, geboren in Moabit, nicht zulassen. Ein Berliner Wahrzeichen in chinesischer Hand? Auf keinen Fall. Und so schlägt Woltmann zu.

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