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Künstliche Intelligenz Omnibot will auf dem Markt für Sprachtechnologie Europas Nummer eins werden

Das Jungunternehmen aus Oldenburg hat Großes vor: Es will im Bereich Sprachtechnologie in den direkten Wettbewerb mit Größen wie Amazon treten.
  • Erika Schönenberger
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2014 gründete er Omnibot. Quelle: Omnibot
Jascha Stein

2014 gründete er Omnibot.

(Foto: Omnibot)

Düsseldorf Die EU-Kommission bezeichnet sie als Vorzeige-Start-up im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI). Jeff Adams, früherer Chefentwickler von Amazons Alexa, ist mit an Bord. Und zu den Kunden zählen Konzerne wie Volkswagen und die Deutsche Telekom. Das Start-up Omnibot aus Oldenburg will die Sprachtechnologie revolutionieren.

Hinter dem Unternehmen stehen der 35-jährige CEO Jascha Stein und sein vierköpfiges Team. Sie bieten Unternehmen eine auf KI basierende Konversationsplattform, auf der sich Sprachassistenten und Chatbots modular entwickeln lassen. Die Plattform fußt auf der hauseigenen Technologie zur Spracherkennung und -verarbeitung. Zum Einsatz kommen die digitalen Assistenten zum Beispiel, um Mitarbeiter im Umgang mit komplexen Maschinen zu unterstützen oder um wiederkehrende Kundenanfragen zu übernehmen.

Seine Anfänge nimmt das gründerfinanzierte Start-up 2014. Dem gelernten IT-Systemelektroniker Stein und Softwareentwickler Alexander Rauser schwebt ein Sprachinterface für jede mögliche Anwendung vor.

Nach drei Jahren Entwicklung präsentieren die Jungunternehmer ihre Plattform im Silicon Valley. Dort gewinnen sie Adams für das Projekt. Er gehört seit 2018 zum Gründerteam und stellt Omnibot neben seinem Wissen das 25-köpfige Entwicklerteam seiner Firma Cobalt Speech and Language zur Verfügung.
„Omnibot scheint fachlich stark aufgestellt zu sein“, meint Fabian Westerheide, der mit seinem Fonds Asgard Capital in KI-Start-ups wie Omnibot investiert. „Das allein reicht aber noch nicht.“ Die Plattform müsse funktionieren und einfach in der Handhabung sein. Außerdem sei der Markt für Software zur Spracherkennung umkämpft.

Allein in Deutschland gibt es laut Westerheide ein Dutzend darauf spezialisierte Firmen. Stein sieht diese Firmen nicht als Wettbewerber: „Da wir eine vollständige Chat- und Sprachassistenten-Plattform anbieten, sind unsere Wettbewerber eher die Großen wie Amazon Lex, Google Dialogflow oder Houndify.“

Bei dieser Konkurrenz mutet die Standortwahl ungewöhnlich an. Aber die 170.000-Einwohner-Stadt Oldenburg bietet laut Stein klare Vorteile: „Hier in der Region haben wir mehrere führende Digitalagenturen und Universitäten im Einzugsgebiet. In Berlin oder München stünden wir zudem im Recruiting-Wettbewerb mit den großen Konzernen.“

In fünf Jahren will das Start-up europäischer Marktführer im Bereich Sprachtechnologie- und Konversationsplattformen mit KI sein. Westerheide meint: „Omnibot ist noch zu jung, um die Erfolgschancen einschätzen zu können.“ Das Silicon Valley scheint daran zu glauben: Ein weiteres Mitglied des Alexa-Entwicklungsteams hat sich in Oldenburg angekündigt.

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