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Liebe zur Manufaktur Jan Heipcke – ein Investor mit romantischer Ader

Der ehemalige Berater will Traditionsbetriebe fit für die Zukunft machen. Gerade hat er das fünfte Unternehmen gekauft – auch aus Liebe zum Produkt.
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Faible für kleine Firmen mit großer Tradition. Quelle: Textile Future
Investor Jan Heipcke

Faible für kleine Firmen mit großer Tradition.

(Foto: Textile Future)

DüsseldorfDer Mann sammelt Manufakturen. Das erste Mal wurde Jan Heipcke vor sechs Jahren schwach. Da besuchte er den Seifenhersteller Klar, den ein alter Schulfreund führte, ein Unternehmen, dessen Tradition bis ins Jahr 1840 zurückreichte. Heipcke stieg ein. Nur ein Jahr später kam der Textilhersteller Strunkmann und Meister dazu, der Tischwäsche unter anderem für das englische Königshaus und das Bundeskanzleramt produziert hat.

Kürzlich hat der erst 36-Jährige mit seiner Holding schon das fünfte Traditionsunternehmen übernommen. Der kleine Betrieb aus Appenzell, Lehner Switzerland, fertigt Einsteck- und Stofftaschentücher. Doch der Familienbetrieb stand vor dem Aus, es gab keinen Nachfolger. Heipcke will ihn strategisch neu ausrichten und die Synergien mit Strunkmann und Meister nutzen, mit denen Lehner bereits Geschäftsbeziehungen hat.

Heipcke sieht für die Manufakturen einen stabilen Markt. „Wir glauben, dass die Menschen bereit sind, für hochwertige und schöne Produkte Geld auszugeben“, sagt er. Doch zugleich räumt er ein, dass die Betriebe bei ihm auch auf eine „romantische Ader“ treffen: „Bei allen Unternehmensübernahmen habe ich mich in die Produkte verliebt.“

In allen Firmen auch operativ tätig

Zu Beginn seines Berufslebens deutete darauf noch nicht viel hin. Nach dem Abschluss des Studiums der BWL an der European Business School in Oestrich-Winkel folgten mehrere Jahre in der strategischen Unternehmensberatung. 2012 gründete er mit seinem Studienfreund Philipp Schäfer die Unternehmenspension, eine Gesellschaft, die kleine Mittelständler übernimmt und fit für die Zukunft macht.

Der entscheidende Punkt: Heipcke ist kein klassischer Investor, er ist immer auch selbst operativ tätig in den Firmen. „Es gibt zahlreiche sehr gut positionierte Unternehmen mit einer Marken- und Produktstärke, die aber beispielsweise die Digitalisierung verschlafen haben und neue Vertriebswege ungenutzt lassen“, sagt Heipcke. Es dürften also noch weitere Manufakturen zu seiner Sammlung kommen.

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