Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Linda Wonneberger Diese Gründerin macht Unterwäsche für jede Konfektionsgröße und jedes Alter

Da die 31-Jährige keine bequemen BHs fand, gründete sie ihr Unternehmen: eine Plattform mit Produkten für Frauengesundheit und Weiblichkeit.
Kommentieren
Die 31-Jährige macht gesunde und schöne Unterwäsche für alle Passgrößen. Quelle: SAT 1
Linda Wonneberger

Die 31-Jährige macht gesunde und schöne Unterwäsche für alle Passgrößen.

(Foto: SAT 1)

Düsseldorf Zu Gründerinnen fallen Linda Wonneberger spontan zwei Dinge ein: „Es gibt immer mehr Frauen, die Unternehmen gründen.“ Und: „Frauen gründen oft, um ein wenig die Welt zu verbessern, weil etwas fehlt. Nach dem Motto: Dann mache ich es halt selbst.“

Deshalb hat sie ihr Unternehmen gestartet: Weil sie keinen BH fand, der auch für Frauen mit großer Oberweite schön und bequem zugleich war, nahm sich die gebürtige Leipzigerin der Sache selbst an. Sie ließ Modelle fertigen, trat im vorigen Jahr in der TV-Serie „Start Up!“ auf – und machte 2018 bereits einen sechsstelligen Umsatz mit ihrem „Lindabra“.

Da das Geschäft mit dem Büstenhalter profitabel ist, kommen weitere Modelle und Farben hinzu, und Wonneberger baut ihre Unternehmung aus: An ihrem 31. Geburtstag Ende Mai ging ihre Homepage „Cuca Intima“ für Frauenprodukte und -gesundheit online. Dort finden sich Artikel für Teenager zu Beginn der Pubertät, Frauen mit Kinderwunsch oder in den Wechseljahren, Gesundheitsprodukte, Kosmetikartikel und auch spezielle Unterwäsche, die es nicht einfach um die Ecke zu kaufen gibt.

Was Wonneberger wichtig ist: Die Dinge sind nicht einfach nur schön, sondern haben einen besonderen Nutzen. Auch ihr Lindabra ist patentiert. „So ein Portal fehlte im deutschsprachigen Raum“, meint die Frau, die schon für Start-ups in Berlin und in den USA gearbeitet hat, wo sie viele Freunde habe und „richtig verherzt“ sei. „Die USA sind für mich auch ein Motivationstreiber“, erzählt sie. Von jeder Reise bringe sie ein „bisschen Visionärsein und Unternehmermut im Gepäck mit“.

Im Ausland spielt Frauengesundheit größere Rolle

Dort habe sie auch beobachtet, wie die Themen Frauengesundheit und Feminismus nicht nur im gesellschaftlichen Diskurs, sondern auch auf der Produktebene eine große Rolle spielen – was sie bei der Idee für Cuca Intima bestätigt hat. Innerhalb der ersten vier Wochen verzeichnete sie „bei minimalem Marketingaufwand“ bereits mehr als 100.000 Zugriffe.

Das Angebot komplettieren News- und Blog-Beiträge zu den verschiedenen Themen. Aktuell sind zum Beispiel nachhaltige Alternativen zu Tampons ein großes Thema bei jungen Kundinnen, die auch hier dem Mega-Trend folgen möchten, Müll zu vermeiden.

Dabei sagt Wonneberger, die in Den Haag studiert hat und heute in Berlin lebt, sie habe „schon immer gründen wollen“. Auch, wenn sie bei ihrer Mutter, ebenfalls Unternehmerin, schon als Kind gesehen hat, was das bedeutet. Aber sie sei Waldorfschülerin gewesen, „und die denken ja sowieso immer, sie können alles schaffen“, scherzt sie, um dann hinzuzufügen: „Ich habe nicht mit den Dollar-Zeichen in den Augen gegründet. Ich kenne auch die weniger rosigen Seiten der Selbstständigkeit.“ Auf die Frage nach Hobbys muss sie dann aber doch wieder lachen: „Ich weiß schon gar nicht mehr, was mal meine Hobbys waren.“

Den Start-up-Investor Björn Jopen, der an 18 jungen Firmen beteiligt ist und seit der ersten Stunde auch in Wonnebergers Unternehmung investiert hat, überzeugte sie mit ihrer Idee: „Die Themen Fem-Tech und Fem-Care gewinnen enorm an Bedeutung“, sagt er, und: „Cuca Intima wurde genau zur richtigen Zeit gelauncht.“ Er glaube an das Geschäftsmodell, sei „von Linda als Gründerin überzeugt“ und freue sich nun „auf die Skalierung des Geschäfts“.

Um weiter zu wachsen, sucht Wonneberger derzeit noch einen weiteren Business-Angel und peilt eine Finanzierungsrunde Anfang des nächsten Jahres an, „wenn unsere Bewertung besser ist“. Denn derzeit wird das Unternehmen, in das neben Jopen noch zwei Investoren einen insgesamt sechsstelligen Betrag investiert haben, im niedrigen Millionenbereich bewertet.

Mehr: Um mehr Frauen für Firmengründungen zu begeistern, muss sich viel ändern: Zumindest haben Investoren nun gemerkt, dass sie gezielt in Vielfalt investieren müssen.

Handelsblatt Zukunft Mittelstand Newsletter
Startseite

Mehr zu: Linda Wonneberger - Diese Gründerin macht Unterwäsche für jede Konfektionsgröße und jedes Alter

0 Kommentare zu "Linda Wonneberger: Diese Gründerin macht Unterwäsche für jede Konfektionsgröße und jedes Alter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote