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Marco Arcelli Dieser Italiener soll für Großaktionär Kretinsky die Metro kontrollieren

Der Großaktionär des Handelskonzerns will Marco Arcelli in den Aufsichtsrat entsenden. Der Manager gilt als Vertrauter des Tschechen. Doch Arcelli hat eine Schwäche.
16.12.2019 - 14:52 Uhr Kommentieren
Marco Arcelli: Dieser Italiener soll in Metros Aufsichtsrat einziehen Quelle: Twitter
Marco Arcelli

Dem Manager fehlt bisher jegliche praktische Erfahrung in der Handelsbranche.

(Foto: Twitter)

Düsseldorf Er ist ein Mann mit vielen Talenten. So hat Marco Arcelli einen Abschluss der renommierten Uni Harvard und gibt Managementkurse an der IESE Business School in Barcelona und an der AESE Business School in Lissabon. Mit seinem Romandebut „L’isola che non c’era“ stand der Maschinenbauingenieur 2011 wochenlang an der Spitze der Amazon-Bestsellerliste für italienische Belletristik. Und ganz nebenbei berät er noch seine Geburtsstadt Genua bei Infrastrukturprojekten.

Von seinem Rat könnte bald auch die Metro profitieren. Denn Großaktionär Daniel Kretinsky will Arcelli in den Aufsichtsrat des Handelskonzerns entsenden. Er soll den Platz einnehmen, den Haniel-Finanzvorstand Florian Funck freimacht. Haniel hat fast seine kompletten Metro-Anteile an Kretinsky verkauft, der jetzt knapp 30 Prozent an dem Unternehmen hält.

Offiziell in den Aufsichtsrat von Metro gewählt werden kann Arcelli erst auf der Hauptversammlung im Februar. Es ist aber davon auszugehen, dass er schon vorher gerichtlich in das Gremium bestellt wird, da der Sitz von Funck bereits seit dem 8. Dezember verwaist ist. Der Antrag wurde bereits eingereicht und wird nun vom Gericht bearbeitet.

Kretinsky steht sogar noch ein zweiter Aufsichtsratssitz zu. Ob und wann er den mit einem Vertreter beanspruchen wird, dazu hat er sich aber noch nicht geäußert. Es gilt aber als sicher, dass er sich diese Chance nicht entgehen lässt. Kretinsky hat aber bereits betont, dass er selber nicht in den Metro-Aufsichtsrat einziehen will.

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    Arcelli ist einer der wichtigen Vertrauten des tschechischen Milliardärs. Seit fast drei Jahren arbeitet der 48-jährige Italiener für Kretinskys Energieholding EPH und sitzt in zahlreichen Verwaltungsräten von EPH-Töchtern. Er gilt als Experte für die Transformation von Geschäftsmodellen – was sicherlich eine Schlüsselqualifikation für die Tätigkeit bei Metro wäre, die zurzeit einen ehrgeizigen Wandel zu einem digitalisierten Unternehmen vollzieht.

    Ein Manko jedoch hat Arcelli: Ihm fehlt bisher jegliche praktische Erfahrung in der Handelsbranche. So hat er fast 16 Jahre seiner beruflichen Karriere beim italienischen Energiekonzern Enel verbracht, davor war er dreieinhalb Jahre bei der Öl- und Gas-Sparte von GE Power Systems.

    Das Unternehmen Metro jedoch kennt er schon sehr genau. Denn seit Juli 2018 ist er auch Director M&A bei EP Global Commerce, einer Holding, die Kretinsky extra für die Metro-Übernahme gegründet hat und die alle seine Metro-Aktien hält. Und damit weiß wohl kaum einer besser als er, was Kretinsky künftig mit Metro vorhat.

    Mehr: Transgourmet-Chef Frank Seipelt spricht im Interview mit dem Handelsblatt über Übernahmen und die Digitalisierung des Geschäfts – und erklärt, warum der klassische Großmarkt Probleme bekommt.

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