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Maschinenbau Jungheinrich steigert Umsatz und Gewinn

Der Gabelstapler-Hersteller rechnet mit einer leichten Abkühlung des Marktes. Das Ziel, 2020 vier Milliarden Euro Umsatz zu erreichen, sieht er nicht gefährdet.
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Jungheinrich steigert Umsatz und Gewinn Quelle: dpa
Hubwagen von Jungheinrich

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte das Hamburger Familienunternehmen einen Umsatz von knapp 3,8 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 10,5 Prozent entspricht.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer scheidende Jungheinrich-Vorstandschef Hans-Georg Frey legte am Mittwoch seine letzte Bilanz in dieser Funktion vor. Er konnte auch für das laufende Jahr 2019 verkünden, dass der Hamburger Gabelstapler-Hersteller nach neun Jahren auch 2019 weiter wachsen wird. Man sei positiv ins neue Jahr gestartet. Allerdings rechnet Frey mit weniger Wachstum als in den vergangenen Jahren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte das Hamburger Familienunternehmen einen Umsatz von knapp 3,8 Milliarden Euro, nach etwas mehr als 3,4 Milliarden Euro im Vorjahr, was einem Wachstum von 10,5 Prozent entspricht.

Der operative Gewinn (Ebit) sei um 16 Millionen Euro oder sechs Prozent auf 275 Millionen Euro gestiegen. Wegen einer höheren Steuerquote sank der Nachsteuergewinn um drei Prozent auf 176 Millionen Euro. Die Dividende soll aber weiterhin bei 0,48 Euro je Stammaktie und 0,50 Euro für die Vorzugsaktien liegen.

Frey, der im Laufe des Jahres an die Spitze des Aufsichtsrats wechselt und damit Jürgen Peddinghaus nachfolgen wird, rechnet aber mit einer Abkühlung des Marktes. Sein Nachfolger als Vorstandschef, Lars Brzoska, werde vermutlich bereits in diesem Jahr das von Frey für 2020 ausgegebene Ziel von vier Milliarden Euro Umsatz erreichen.

Jungheinrich rechnet mit einer Wachstumsrate im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. So will Jungheinrich 2019 einen Umsatz zwischen 3,85 und 4,05 Milliarden Euro erreichen, der Auftragseingang soll bei 4,05 bis 4,20 Milliarden Euro liegen.

Gordon Schoenell, Analyst des Bankhaus Lampe, wird die Aktie weiter auf „Halten“ belassen, weil der Ausblick „nicht allzu optimistisch“ sei, wenngleich die ersten beiden Monate mit einem Wachstum von vier Prozent plus bei den Aufträgen und 14 Prozent plus in Euro gerechnet noch „gut aussehen“. Das Jahr 2019 sei von einer „konjunkturellen Unsicherheit geprägt, die wir lange nicht hatten“. Das mache die Prognosen schwieriger.

Nach wie vor ist Jungheinrich vor allem im Kernmarkt Europa aktiv. Bislang sind es nur 13 Prozent, die der vom MDax in den SDax abgestiegene Familienkonzern, im außereuropäischen Ausland erwirtschaftet. Das Ziel für 2020 liegt bei 15 Prozent. „In Asien spielt die Musik“, sagte Frey.

Die Bedeutung Asiens am Weltmarkt habe sich gewaltig verändert gegenüber 2007. Allerdings seien derzeit noch gut zwei Drittel der dortigen Flurförderzeuge mit Verbrennungsmotoren ausgestattet. Derzeit erwirtschaftet Jungheinrich in China rund 100 Millionen Euro, 2025 sollen es dort zwischen 150 und 200 Millionen Euro sein.

2018 produzierte der Staplerhersteller 121.000 Fahrzeuge, davon bereits zehn Prozent mit Lithium-Ionen-Batterien. Vor einem Monat hatte Jungheinrich ein Joint-Venture zur Produktion und zur Wiederaufarbeitung von Lithium-Ionen-Batterien mit Triathlon bekannt gegeben. Ab August 2019 soll es starten.

Auf die Frage, ob Jungheinrich nicht zu abhängig von asiatischen Batteriezell-Lieferanten sei, betonte Frey, dass man gut zurechtkäme und man nicht nur auf einen Anbieter setze, sondern sogar an einem beteiligt sei. Falls es in einigen Jahren auch eine Batteriezellproduktion in Deutschland oder Europa gäbe, müssten man zunächst die Wettbewerbsfähigkeit prüfen, ergänzte der Vorstandschef.

Lithium-Ionen Batterien sind ein wichtiges Zukunftsgeschäft für das 1953 gegründete Unternehmen, aber bislang seien die Margen in dem Markt nicht höher als bei Blei-Säure-Batterien, erklärte Frey.

Jungheinrich ist nach Toyota mit umgerechnet rund 15 Milliarden Euro Umsatz und Kion mit knapp acht Milliarden Euro Umsatz die Nummer drei auf dem Weltmarkt, dort will das Unternehmen auch weiter mitspielen. Im Jahr 2018 hat das Hamburger Familienunternehmen insgesamt 106 Millionen Euro investiert, das sind ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um knapp zehn Prozent auf rund 18.000.

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