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Maschinenbau VDMA-Präsident Welcker schlägt hohen Preis für CO2 vor

Der Verband der Maschinenbauer macht einen eigenen Preisvorschlag für CO2. Der ist fast viermal so hoch wie der von Ministerin Svenja Schulze.
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„Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, kann es ein Weiter-wie-bisher nicht geben.“ Quelle: dpa
Carl Martin Welcker

„Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, kann es ein Weiter-wie-bisher nicht geben.“

(Foto: dpa)

Düsseldorf Normalerweise scheuen Industrieunternehmer kaum etwas mehr als neue Regularien. Doch nun prescht der Präsident des größten europäischen Wirtschaftsverbands, Carl Martin Welcker, beim Thema CO2-Bepreisung mit einem eigenen Vorschlag vor.

So forderte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) am Montag eine Abgabe von 110 Euro je emittierte Tonne CO2 auf Strom, Ölprodukte und Gas. Das wären fast viermal so viel wie bei dem Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), der einen Einstiegspreis von 30 Euro je Tonne vorsieht.

„Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, kann es ein Weiter-wie-bisher nicht geben“, erklärte Maschinenbaupräsident Welcker die Motivation des Verbands in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Deshalb solle die Politik marktwirtschaftliche Anreize setzen, um die Vorgaben aus dem Pariser Klimaabkommen zu erreichen. Dieses sieht eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad bis zum Jahr 2050 vor.

„Und was ist marktwirtschaftlicher als der Preis?“ fragt Welcker, der in vierter Generation den Kölner Werkzeugmaschinenhersteller Schütte leitet. Zusammen mit dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hat der VDMA eine Studie erstellt, um die Auswirkungen seiner Forderung zu untersuchen.

Während die Belastungen bei Heiz- und Kraftstoffen wie Öl und Diesel steigen würden, verspricht das VDMA-Konzept für Stromkunden Entlastungen. Profiteur wären auch die Maschinenbauer: Hier entfällt ein Großteil der Energiekosten auf Strom, während andere Energieträger eine kleinere Rolle spielen.

Mehr: Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat ihre Idee für eine CO2-Steuer vorgestellt. Beim Koalitionspartner regt sich jedoch Widerstand.

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3 Kommentare zu "Maschinenbau: VDMA-Präsident Welcker schlägt hohen Preis für CO2 vor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Solange noch immer ein großer Teil des Stroms durch fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas erzeugt wird, verstehe ich nicht, wie es da zu einer Entlastung kommen soll.
    Dass es nötig ist, den Preis angemessen hoch anzusetzen, um genug Anreiz zu schaffen, von der Verbrennung von Kohle, Gas und Öl wegzukommen ist natürlich klar.

  • Lobbying im Öko Mäntelchen.

  • Dieser Herr sollte mal darüber nachdenken, was er da von sich gibt. Es ist immer gut, wenn man davon selbst nicht so betroffen ist! Ich denke an vielen Berufspendler und "Normalverbraucher" Denen nützt eine leichte Entlastung bei den Strompreisen nicht viel.

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