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Mathias Wengeler Gründer der Expertenplattform Atheneum sammelt zehn Millionen Euro ein

In einer Finanzierungsrunde hat das Unternehmen von Mathias Wengeler Millionen Euro eingesammelt. Mit der Wissensfirma expandiert er nun nach Tokio.
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Seine Firma hat gerade eine neue Niederlassung in Tokio eröffnet. Quelle: Atheneum
Matthias Wengeler

Seine Firma hat gerade eine neue Niederlassung in Tokio eröffnet.

(Foto: Atheneum)

Früher, als er noch Berater war, hat der 38-jährige Mathias Wengeler, viel Zeit damit verbracht, Experten zu finden. Branchenkenner, die einschätzen können, welche Marktchancen ein neues Produkt hat oder was eine Firma wert ist. Er googelte stundenlang und schrieb unzählige Leute an, ohne zu wissen, ob sie ihm weiterhelfen würden.

Sein Start-up Atheneum vereinfacht diesen Prozess. In einer Datenbank lassen sich Experten listen, die bereit sind, gegen eine Aufwandsentschädigung andere an ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Ein Algorithmus bringt die passenden Gesprächspartner zusammen. „Die Menschen reden gerne über das, was sie richtig gut können“, erklärt Wengeler. Darum machten schon 400.000 Experten mit, vom Herzchirurgen bis zum Ex-CEO.

2010 gegründet in Berlin, hat die Firma, die Wengeler gemeinsam mit Ammad Ahmad und Marta Margolis führt, mittlerweile Büros auf der ganzen Welt, darunter Schanghai, London, New York. Gerade haben sie die zehnte Niederlassung eröffnet: in Tokio. Weltweit arbeiten 180 Mitarbeiter für Atheneum. Zu den Kunden gehören Konzerne wie Metro oder MAN, Unternehmensberatungen wie Deloitte und Investoren wie der Hightech-Gründerfonds.

Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei über 16 Millionen Euro, ein Wachstum von mehr als 50 Prozent. Die Firma arbeitet nach eigenen Angaben profitabel. Trotzdem hatte Wengeler vor Kurzem eine Finanzierungsrunde über zehn Millionen Euro, angeführt von Crosslantic. 

Zu den ersten Investoren von Atheneum gehörte der frühere Studi-VZ-Chef Michael Brehm. „Die Halbwertszeit von Wissen wird immer kürzer“, erklärt Brehm seine Begeisterung für das Geschäftsmodell, „und das Wissen ist nur in den Köpfen vorhanden. Die Frage ist: Wie kommen wir daran?“

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