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Matthias Knecht und Christian Grobe Fintech Billie sammelt 30 Millionen Euro ein

Die Fintech-Gründer erhalten frisches Kapital für ihr Start-up Billie. Damit wollen sie ihre neue Plattform ausbauen und technisch aufrüsten.
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Mattias Knecht (links) und Christian Grobe haben ihr Fintech vor zwei Jahren gegründet. Quelle: Urban Ruths für Billie
Billie-Gründer

Mattias Knecht (links) und Christian Grobe haben ihr Fintech vor zwei Jahren gegründet.

(Foto: Urban Ruths für Billie)

Als Christian Grobe und Matthias Knecht vor zwei Jahren ihr Finanz-Start-up Billie gründeten, war ihr Geschäftsmodell noch sehr überschaubar: Sie boten klassisches Factoring für kleinere Unternehmen an – übernahmen also die Finanzierung von offenen Rechnungen. Inzwischen haben sie daraus eine viel größere Vision entwickelt. Sie wollen eine Plattform aufbauen, die Verkäufer bei der Abwicklung von Zahlungen unterstützt und zugleich Käufern individuelle Finanzierungsmöglichkeiten bietet.

Dank neuem Kapital dürften sie dieser Idee nun einen guten Schritt näherkommen. Wie die Gründer dem Handelsblatt bestätigten, haben sie in einer Finanzierungsrunde 30 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt habe diese ein US-Investor. Den Namen möchte Grobe nicht nennen, nur so viel: Er habe auch in die Fintechs Raisin, Transferwise und N26 investiert. Insgesamt hat Billie nun 43,5 Millionen Euro von Investoren erhalten.

Der Großteil des neuen Geldes soll in die Weiterentwicklung der Technologie und in neue Mitarbeiter fließen. Aktuell hat die Berliner Firma rund 60 Mitarbeiter.

Grobe und Knecht sind schon länger in der Fintech-Szene aktiv und gut vernetzt. Vor Billie hatten die 37-Jährigen für den Start-up-Gründer Rocket Internet ab 2014 die Kreditplattform Zencap aufgebaut. Ende 2015 wurde diese an den britischen Anbieter Funding Circle verkauft.

„Wir haben in der Zeit viel gelernt, und jetzt machen wir es noch mal richtig“, sagt Grobe. Bereits im Herbst 2018 hatten sie Onlinehändler als Zielgruppe für Billie entdeckt und ihnen eine digitale Factoring-Lösung angeboten.

Doch damit nicht genug: „Verkäufer müssen häufig lange Zahlungsziele anbieten, sich selbst um das Mahnwesen kümmern und das Risiko für Ausfälle tragen“, sagt Grobe. All das will Billie ihnen abnehmen.

Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte des Handelsverbands HDE, sieht aus Perspektive der Händler einen großen Bedarf für bequeme Bezahl- und Finanzierungslösungen im Firmenkundengeschäft. „Einkäufer werden anspruchsvoller, was sie von privaten Käufen kennen, fordern sie zunehmend auch im geschäftlichen Kontext“, sagt er.

Als weitere Ausbaustufe planen Grobe und Knecht individuelle Finanzierungsangebote für Käufer. In ein paar Jahren könnte auch eine eigene Banklizenz folgen. Dann könnte Billie Kredite auf die eigenen Bücher nehmen und wäre unabhängig von bisherigen Kreditgebern wie Targo Commercial Finance.

Mehr: Wettrennen der Fintechs um Selbstständige – Ähnlich wie im Privatkundengeschäft die Smartphonebank N26 gibt es auch im Firmenkundensegment digitale Vorreiter.

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