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Matthias Schmittmann (links) und Johannes Weber

Der Medizintechnikkonzern Dräger hat das Start-up der Gründer gekauft.

(Foto: bentekk )

Matthias Schmittman und Johannes Weber Diese beiden Gründer verkaufen ihre Sensor-Start-up an Dräger

Obwohl der Medizintechnikkonzern Bentekk gekauft hat, bleiben die beiden Gründer an Bord. Und auch an dem Firmensitz ändert sich nichts.
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HamburgEs ist eine mustergültige Geschichte des Technologietransfers von Forschung zur Wirtschaft, die die beiden Ingenieure Matthias Schmittmann und Johannes Weber auf dem Campus der TU Hamburg-Harburg schreiben. Gerade hat der Medizintechnikkonzern Dräger das Start-up Bentekk der beiden 30-Jährigen übernommen – und damit ein einzigartiges Messinstrument.

Schon in ihrer Abschlussarbeit haben die beiden die Grundlagen für den handlichen Sensor gelegt, der krebserregende Substanzen wie Benzol etwa in Raffinerien erkennt. Das Gerät soll so einfach einsetzbar sein, dass es etwa Arbeitsschutzbeauftragte und Werksfeuerwehren eigenständig nutzen können. Das spart Aufwand und ermöglicht es, strengere Grenzwerte einzuhalten.

Mit einem Exist-Gründerstipendium konnten die Absolventen 2015 ihr eigenes Unternehmen starten. 2016 stiegen der High-Tech Gründerfonds und der Innovationsstarter Fonds Hamburg ein. Eine sechsstellige Summe sollte dabei helfen, den Vertrieb der Erfindung voranzutreiben.

„Schnell wurde uns klar, dass ein eigener weltweiter Vertrieb schwierig zu organisieren ist und wir einen Partner brauchen“, sagt Schmittmann. Eine Anfrage der Ideenscouts des Lübecker Unternehmens Dräger kam da gerade recht.

Im März 2017 übernahm das börsennotierte Unternehmen gut die Hälfte der Anteile mit der Option aufzustocken, wenn die Entwicklung wie erwartet voranschreitet. Diese hat Dräger nun gezogen.

Die beiden Gründer wollen dennoch an Bord bleiben – in den bestehenden Büros, die sie von der privaten Business-Hochschule Northern Institute of Technology Management (NIT) angemietet haben. Schließlich wohnen die acht Mitarbeiter in der Umgebung.

Dennoch ist Bentekk in den Konzern integriert, auf den Geräten prangt allein der Dräger-Schriftzug, Nach Europa und einigen asiatischen Ländern sollen die Geräte Ende März auch auf den nordamerikanischen Markt kommen.

Inzwischen haben TU und NIT die Start-up-Förderung noch ausgebaut. Beispiele wie Bentekk sollen Schule machen. Laut Bundesregierung sind per Exist-Gründerstipendium innerhalb von zehn Jahren 2.300 Gründungen unterstützt worden.

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