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Matthias Willenbacher Dieser Ökostrompionier sucht weitere Partner für Start-ups

Juwi-Gründer Matthias Willenbacher will seine Start-up-Aktivitäten ausweiten. Dafür wirbt er um weitere Geldgeber für seine Beteiligungsgesellschaft.
11.07.2020 - 08:02 Uhr Kommentieren
Bis Ende des kommenden Jahres will er sich an etwa weiteren 15 Start-ups beteiligen. Quelle: WIWIN - Nachhaltig investieren
Matthias Willenbacher

Bis Ende des kommenden Jahres will er sich an etwa weiteren 15 Start-ups beteiligen.

(Foto: WIWIN - Nachhaltig investieren)

Hamburg Matthias Willenbacher ist überzeugt: Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit kommt nicht aus etablierten Konzernen, sondern aus Neugründungen. Deshalb hat er schon 1996 den Windpark-Entwickler Juwi gegründet – lange bevor Kanzlerin Angela Merkel die Energiewende ausrief. Deshalb berichtet er auch gern, dass ihm 2003 der erste Tesla in Europa gehört habe. Und deshalb unterstützt er seit dem schrittweisen Verkauf von Juwi in den vergangenen Jahren vor allem Start-ups.

Jetzt will Willenbacher dieses Engagement ausbauen. Für seine Beteiligungsgesellschaft Wi Venture sucht er weitere Geldgeber. Bislang hält der vielfältig aktive Unternehmer Willenbacher Beteiligungen an rund 20 Start-ups – vom Hamburger Hofladen-Lieferanten Frischepost bis zum Solarauto-Entwickler Sono Motors. Bis Ende des kommenden Jahres sollen etwa 15 Start-ups dazukommen, kündigt er im Gespräch mit dem Handelsblatt an.

Dafür suche er ein knappes Dutzend Investoren. Ab September wolle er gezielt Geldgeber ansprechen, sagt Willenbacher. Dabei will er rund fünf Millionen Euro einsammeln. Eine ähnliche Summe habe er bereits als Co-Investment vom europäischen Förderfonds EIF erhalten, sagt er. Bislang hat er bei Wi Venture nur einen privaten Co-Investor.

Zusätzlich betreibt Willenbacher mit Wiwin eine Crowdfunding-Plattform für nachhaltige Projekte, über die teils ebenfalls Geld für seine Portfolio-Unternehmen fließt. Investieren soll Wi Venture auch in der neuen Aufstellung als Fonds weiterhin schwerpunktmäßig in erneuerbare Energien, nachhaltige FinTechs und auch Landwirtschaft – schließlich ist Willenbacher auf dem Pfälzer Land aufgewachsen. „Für mich spielt Geld nicht die entscheidende Rolle für die Gestaltung meines Privatlebens, sondern als Hebel für eine bessere Welt“, sagt Willenbacher.

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    Dennoch solle neben dem Geschäftsmodell bei einem Anlagehorizont von fünf bis sieben Jahren auch die Rendite stimmen, verspricht er potenziellen Investoren. „Ich finde wichtig, dass die Gründer authentisch vom Nachhaltigkeitsgedanken überzeugt sind. Das bedeutet aber entgegen manchem Vorurteil nicht, dass sie kein Geld verdienen wollen“, sagt Willenbacher, der kommende Woche 51 Jahre alt wird.

    Durch die Erfahrungen in der Coronakrise erwartet er einen allgemein stärkeren Fokus auf nachhaltige Geschäftsmodelle – wobei seine Lieferdienste Frischepost und Pottsalat auch kurzfristig von stärkerer Nachfrage in der Krise hätten profitieren können. Bei Frischepost baut er zudem als Lizenznehmer das Geschäft in der Region Rhein-Main auf.

    „Matthias Willenbacher bringt vor allem seine langfristige Vision ein und schaut weniger auf die kurzfristigen Kennzahlen“, sagt Frischepost-Mitgründerin Jule Willing. Das helfe, den Fokus auf Nachhaltigkeit zu halten.

    Mehr: Wie der Ökostrompionier Willenbacher Start-ups mit Fußball verbindet, lesen Sie hier.

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