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Mauricio González-Gordon Spanischer Sherry-Riese will im Weingeschäft wachsen

Mauricio González-Gordon will in dem Familienunternehmen Tradition und Moderne verbinden. Gerade hat er ein neues, 80 Hektar großes Weingut gekauft.
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Spanischer Sherry-Riese Gonzalez Byass expandiert im Weingeschäft Quelle: Sherry Wines
Mauricio González-Gordon

Der Unternehmer setzt auf Qualität und höhere Preise.

(Foto: Sherry Wines)

Düsseldorf Tradition und Moderne – das will der Weinhersteller und weltweit führende Sherryproduzent González Byass verbinden. Die Tradition: 1835 gründete Manuel Maria González in der spanischen Stadt Jerez das Unternehmen. Schnell kam der Sherryhersteller mit Namen Tio Pepe auf einen Anteil von insgesamt zwei Prozent der gesamten spanischen Exporte.

In die Moderne führt nun in fünfter Generation Mauricio González-Gordon das Familienunternehmen. Was nach Ansicht des stets freundlich und zurückhaltend auftretenden Unternehmers bedeutet: Sherry, der alkoholreiche Weißwein aus Spanien, allein reicht nicht.

Diese Woche hat González-Gordon mit Fournier ein neues, 80 Hektar großes Weingut in der prestigeträchtigen Region Ribera del Duero gekauft. Das Weinanbaugebiet in der Mitte Spaniens liegt bis zu 900 Meter über dem Meeresspiegel und ist nur wenige Monate frostfrei, dafür herrschen im Sommer oft sehr heiße Temperaturen. Es sind vor allem diese Temperaturschiede, die qualitativ hochwertige Rotweine in dieser Region ermöglichen.

Doch der Kauf ist nur ein Mosaikstein in der Expansionsstrategie des Unternehmers. Mittlerweile produziert González Byass Wein und Sherry in den zehn wichtigsten spanischen Regionen, hinzu kommen Weingüter in Chile und Mexiko. „Wir verfügen über das kompletteste Angebot von qualitativ hochwertigen Weinen aus den besten Regionen Spaniens“, erläutert González-Gordon stolz. „Damit sehen wir in Deutschland gute Chancen.“

Dabei setzt das Unternehmen auf Qualität und höhere Preise. Der Durchschnittpreis für eine Flasche Wein liegt bei weniger als drei Euro, doch González Byass verkauft nach eigenen Angaben in Deutschland jährlich mehr als 100.000 Flaschen seines Rioja-Weingutes Bodega Beronia für jeweils 12,99 Euro. Whiskey, Brandy und der in der britischen Hauptstadt hergestellte Gin „The London No 1“ runden das Portfolio ab.

Der Wandel von einem Sherryhersteller zu einem internationalen Anbieter alkoholischer Getränke in mehr als 100 Ländern zeigt sich auch in den aktuellen Zahlen: Der Bruttoumsatz stieg zuletzt um 14 Prozent auf 297 Millionen Euro, der operative Gewinn (Ebitda) liegt nun bei 28,1 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 22,6 Millionen Euro.

Der Unternehmer weiß, dass man im Weingeschäft Moderne und Tradition verbinden muss. Im Juni 2018 hat er in Jerez, wo 1835 alles begann, einen historischen Weinkeller eröffnet. Es ist sein „flüssiges Archiv“, die Heimat von mehr als 5000 Flaschen seltener Sherries, teilweise aus dem 19. Jahrhundert. 2019 soll das erste Luxus-Sherry-Hotel der Welt in der Weinkellerei dort eröffnet werden.

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