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MBaer Warum Julius Bärs Urenkel Michael eine eigene Bank gründet

Der Nachfahre des Unternehmensgründers startet sein eigenes Institut: MBaer. Für die familiäre Privatbank will Michael Bär aber kein Konkurrent sein.
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Familienunternehmer Michael Bär ist der Urenkel des Gründers. Quelle: Reuters
Julius-Bär-Bank in Zürich

Familienunternehmer Michael Bär ist der Urenkel des Gründers.

(Foto: Reuters)

FrankfurtWenn es etwas gibt, an dem es in der Schweiz nicht mangelt, dann sind das Banken: Die Bankervereinigung zählte im vergangenen Jahr 253 Institute – keine schlechte Quote für ein Land mit 8,4 Millionen Einwohnern. Und jetzt kommt noch eine dazu: Michael Bär, Urenkel des Bankiers Julius Bär, gründet in Zürich eine eigene Bank.

„Wir sind bereit für den Start“, sagt der 56-Jährige. „Im März wollen wir die ersten Kunden begrüßen.“ Eine „Bank mit Seele“ soll das Institut namens MBaer werden. Aber braucht das Land tatsächlich noch ein Finanzhaus? „Es gibt in der Schweiz zwar viele Banken, aber keine Merchant Bank“, erklärt Michael Bär – und meint damit ein Institut, das sich um die geschäftlichen Anliegen seiner Kunden genauso kümmert wie um deren private Finanzierung.

So will MBaer Unternehmern bei der Nachfolgeplanung ebenso helfen wie bei der Finanzierung von Auslandsgeschäften. Dabei übernimmt Michael Bär den Job des Geschäftsführers – und kehrt damit in die Bankenwelt zurück. Sein Urgroßvater hatte vor mehr als 100 Jahren eine Geldwechselstube gegründet, aus der die heutige Privatbank Julius Bär hervorging. Dort hatte Michael Bär früher selbst gearbeitet.

Doch im Jahr 2004 verließ er das Institut wegen strategischer Differenzen. Trotzdem pflegt er mit seinem alten Arbeitgeber nach eigenen Angaben ein freundschaftliches Verhältnis: „Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz“, sagt Bär. Das Angebot seiner Merchant Bank sei nicht mit dem der Privatbank Julius Bär vergleichbar. „Außerdem sind wir ja auch noch viel kleiner“, sagt er.

Hinter der Neugründung steht eine Gruppe von Investoren, zu denen neben Michael Bär auch die derzeit zwölf Mitarbeiter der Bank zählen. Die schweizerische Finanzaufsicht hat das Bankgeschäft im vergangenen Dezember genehmigt – nun muss Michael Bär beweisen, dass er sich auf dem hart umkämpften Schweizer Markt behaupten kann. Bär gibt sich optimistisch: „Viele Kunden haben bereits ihr Interesse signalisiert.“

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