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Medienkonzern Springer hält auch nach KKR-Einstieg an der „Welt“-Gruppe fest

Der Konzern weist einen Bericht zurück, wonach die Angebote der Marke zur Disposition stehen könnten. Allerdings lässt die Angebotsunterlage Raum für Spekulationen.
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Die Zeitungen, digitalen Angebote und der TV-Sender der „Welt“-Gruppe stehen nach Angaben des Medienhauses Axel Springer auch nach dem geplanten Einstieg des Investors KKR nicht zur Disposition, heißt es am Mittwoch. Quelle: dpa
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Die Zeitungen, digitalen Angebote und der TV-Sender der „Welt“-Gruppe stehen nach Angaben des Medienhauses Axel Springer auch nach dem geplanten Einstieg des Investors KKR nicht zur Disposition, heißt es am Mittwoch.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Auch nach dem Einstieg des Investors KKR hält Springer an der „Welt“-Gruppe fest. Das bekräftigte an diesem Mittwoch eine Konzernsprecherin, nachdem die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) über die Angebotsunterlage berichtet und damit Spekulationen über eine Neuausrichtung der Marke Axel Springer SE ausgelöst hatte.

Der US-amerikanische Investor hatte Ende Mai bekanntgegeben, dass er den Aktionären des Medienkonzerns, zu dem Medienmarken wie „Bild“ und „Welt“ gehören, ein Übernahmeangebot machen wird. Verlegerwitwe Friede Springer und CEO Mathias Döpfner, die zusammen mehr als 45,4 Prozent der Aktien halten, werden ihre Anteile behalten.

Gemeinsam mit dem US-Finanzinvestor KKR wollen sie ein Konsortium bilden. KKR will mindestens 20 Prozent der Aktien übernehmen. Der mittelfristige Plan: Das Unternehmen, das im MDax gelistet ist, soll von der Börse genommen werden.

In der mehr als 200 Seiten umfassenden Angebotsunterlage, aus der die FAZ zitiert, wird unter anderem die Lage der „Welt“-Gruppe aufgegriffen. Darin heißt es, der Finanzinvestor sowie die Bestandsaktionäre hätten die Fortführung der „Welt“-Gruppe vereinbart – einschließlich der Tageszeitung „Welt“, „Welt am Sonntag“, der digitalen Angebote der „Welt“ und des Fernsehsenders „Welt“. „Dies steht unter der Voraussetzung einer angemessenen Steuerung der jährlichen Ergebnissituation.“

Der Passus sei auf Wunsch von Axel Springer in die Angebotsunterlage aufgenommen, heißt es in Unternehmenskreisen. Er sei als Bestandsgarantie gedacht gewesen.

Allerdings sorgte der Zusatz zur Ergebnissituation der „Welt“-Gruppe dann doch für Spekulationen in den Medien. Der Zusatz erkläre sich dadurch, dass die Gruppe seit Jahrzehnten nicht gerade üppige Erträge abliefert, sagt ein Unternehmensinsider.

In der Morgenkonferenz der Tageszeitung „Welt“ bemühte sich die Chefredaktion um Aufklärung des Missverständnisses, wie eine Sprecherin des Medienunternehmens am Mittwoch sagte.

Der Erklärungsbedarf ist groß. „Die Welt steht nicht zur Disposition“, sagte die Sprecherin. In den Gesprächen mit KKR sei ein „großzügig definierter Ergebniskorridor“ besprochen worden. Der Finanzinvestor habe die Zukunft der „Welt“-Gruppe nie in Frage gestellt. Die Sprecherin spricht in Bezug auf den Medienbericht von einer „Fehlinterpretation“.

Axel Springer will am Donnerstag eine Stellungnahme zu der Angebotsunterlage veröffentlichen. Auch zur „Welt“-Gruppe will sich das Unternehmen äußern. Aus dem Unternehmen ist zu hören, dass kein Sparprogramm geplant sei, wenngleich die „Welt“, so wie viele andere klassische Medien auch, unter einem hohen Budgetdruck stehe.

Die „Welt“ gehört neben der „Bild“ zum publizistischen Kern von Axel Springer. Die Auflage der Tageszeitung sinkt allerdings seit Jahren. Springer setzt stark auf das Digitalangebot der „Welt“ – hier kommt die Medienmarke mittlerweile auf rund 100.000 zahlende Abonnenten.

KKR und Axel Springer planen eine mindestens fünf Jahre dauernde strategische Partnerschaft. Die Aktionäre haben ein Angebot von 63 Euro je Aktie behalten. Das freiwillige Übernahmeangebot wurde am Freitag veröffentlicht. Die Aktionäre haben mit ihrer Entscheidung Zeit bis zum 2. August 2019.

Mehr: Der Einstieg von KKR könnte für Axel Springer der Befreiungsschlag sein, meint Handelsblatt-Reporterin Catrin Bialek.

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