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Medizin-Start-up Die Suchmaschine für Arzneimittelstudien Viomedo wird an Clariness verkauft

Mit ihrem Portal haben die Gründer von Viomedo das Interesse von Clariness geweckt. Mit dem Kauf will das Schweizer Unternehmen weiter wachsen.
06.11.2018 - 08:00 Uhr Kommentieren
Die Gründer von Viomedo verkaufen ihr Start-up. Quelle: Bayer AG/Peter Himsel
Stefan Nietert (links), und Alexander Puschilov

Die Gründer von Viomedo verkaufen ihr Start-up.

(Foto: Bayer AG/Peter Himsel)

Frankfurt Eigentlich wollte Alexander Puschilov eine digitale Therapie gegen das Zähneknirschen entwickeln. Um deren Wirksamkeit nachzuweisen, plante der 30-Jährige 2014 eine kleine Studie mit Patienten. Das scheiterte daran, dass er keine Probanden finden konnte. So wurde die Idee für ein neues Start-up geboren.

Gemeinsam mit Stefan Nietert, 33, der Medienwirtschaft und Wirtschaftsinformatik studierte, gründete Betriebswirt Puschilov Viomedo. Das Online-Portal informiert über klinischen Studien und hilft Studienbetreibern wie Pharmaunternehmen und Kliniken, die geeigneten Patienten zu finden.

Jetzt wird Viomedo von der Schweizer Firma Clariness gekauft, ein Dienstleistungsunternehmen, das Kliniken, Arzneimittelhersteller und Auftragsforschungsunternehmen bei Umsetzung von Medikamentenstudien unterstützt.

Während Clairness in den 13 Jahren seines Bestehens mittlerweile in 45 Ländern Dienstleistungen rund um das Thema Patientenrekrutierung anbietet, hat sich Viomedo seit 2015 vor allem breit und tief in den deutschsprachigen Markt vorgearbeitet und sich als größte Suchmaschine für klinischen Studien im deutschsprachigen Raum etabliert.

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    „Die Kombination unserer lokalen Lösungen mit dem globalen Ansatz von Clariness ist die richtige strategische Antwort für unsere Kunden, die von nun an Patienten besser rekrutieren sowie klinische Studien besser planen und durchführen können“, sagt Puschilow. Weil die Kultur der beiden Unternehmen gut zusammenpasse, hätten sich die Viomedo-Gründer zum Verkauf entschlossen.

    Michael Stadler, Mitgründer und CEO von Clariness, fühlt sich bei Viomedo auch ein bisschen an die eigene Gründerzeit erinnert: „Das Team von Viomedo ist wie wir damals, voller Tatendrang und Enthusiasmus und dem festen Willen, Menschen zu besserer Therapien zu verhelfen“, sagt er. Über den Kaufpreis schweigen die Beteiligten.

    Viomedo-Team bleibt in Berlin

    Das kleine Team von Viomedo arbeitet auch künftig weiter in Berlin, wo Clariness neben Hamburg einen zweiten Standort in Deutschland hat. Clariness beschäftigt mittlerweile mehr als 100 Mitarbeiter, neben den drei Gründern ist Rocket Internet mit einem Minderheitsanteil an dem Unternehmen beteiligt.

    Kunden wie etwa das Pharmaunternehmen Pfizer schätzen die Arbeiten von Viomedo: Das Unternehmen kooperiert schon länger mit dem Berliner Dienstleister und hinterlegt auf der Plattform seine klinischen Prüfungen, in die Erkrankte aufgenommen werden können.

    „Für uns ist es wichtig, dass Patienten, Angehörige und behandelnde Ärzte die Möglichkeit haben, sich schnell, einfach und vollständig über unsere klinischen Studien zu informieren und Studien zu finden, die für sie beziehungsweise ihre Patienten eine Behandlungsoption darstellen können“, sagt Stefan Mikus, Abteilungsleiter für klinische Studien bei Pfizer Deutschland, in einem Online-Beitrag für den Verband der forschenden Arzneimittelhersteller.

    Von der Idee der Viomedo-Gründer war Pfizer deshalb „von Anfang an begeistert.“ Die Forschungsvorhaben würden einfach und patientengerecht erklärt. Erkrankte, die die Teilnahme an einer klinischen Prüfung für sich in Betracht ziehen, könnten direkt mit Studienzentren oder den Pharma-Unternehmen in Kontakt treten und weitere Informationen anfragen, so Mikus.

    Mit diversen Auszeichnungen haben die Gründer von Viomedo bereits viel Bestätigung für ihre Idee bekommen. 2015 etwa wurden sie in den Bayer Accelerator Grants4Apps aufgenommen, im Rahmen des EIT Germany in der Kategorie Digital Health ausgezeichnet und 2017 als eines von fünf Start-ups beim Gründerwettbewerb des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ausgezeichnet.

    Nicht zuletzt ist Viomedo auch das erste Start-up, dass den 2016 zum ersten Mal ausgelobten Health-i-Award von Handelsblatt und Techniker Krankenkasse erhielt.

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