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Michael Busch Der Thalia-Chef glaubt weiter an den Buchladen

Der Chef von Deutschlands größtem Buchhändler forciert das Wachstum. Neben dem digitalen Geschäft setzt Michael Busch unbeirrt weiter auf die Läden.
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Seit rund drei Jahren hat er mit der Verlegerfamilie Herder einen verlässlichen Mehrheitseigentümer im Rücken. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
Michael Busch

Seit rund drei Jahren hat er mit der Verlegerfamilie Herder einen verlässlichen Mehrheitseigentümer im Rücken.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Düsseldorf Der Thalia-Chef ist nicht nur Unternehmer, er hat auch eine Mission. „Unser wichtigstes Anliegen ist es, das Lesen wieder populärer zu machen“, sagt Michael Busch. „Wir wollen der Oberflächlichkeit, die sich in unserer Gesellschaft ausbreitet, etwas Substanzielles entgegensetzen.“ Für die freiheitlich demokratische Gesellschaft, so der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, sei das tiefe Eintauchen in Inhalte unerlässlich.

Doch anders als viele andere Buchhändler schafft es Busch auch, dieses Engagement fürs Buch mit wirtschaftlichem Wachstum zu verbinden. Über alle Vertriebskanäle hinweg, also mit Onlinehandel und E-Books, stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um sechs Prozent. Selbst im besonders schwierigen Sortimentsbuchhandel konnte Thalia den Umsatz auf vergleichbarer Fläche um zwei Prozent steigern.

Außerdem wächst die Zahl der Läden. Durch Zukäufe kamen 13 Buchhandlungen unter das Thalia-Dach, fünf Standorte wurden zusätzlich neu eröffnet. Nach Genehmigung der Fusion konnte am 1. Juni auch der Zusammenschluss mit der Mayerschen vollzogen werden, der dem Unternehmen weiteren Schub geben soll. Die Name Mayersche soll jedoch zunächst erhalten bleiben.

Was Busch bei seinen Expansionsplänen hilft: Seit rund drei Jahren hat er mit der Verlegerfamilie Herder einen verlässlichen Mehrheitseigentümer im Rücken. „Wir sehen das als sehr langfristiges Engagement“, betonte Manuel Herder beim Einstieg. Und er versprach, das Management unabhängig arbeiten zu lassen.

Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Busch weiß diese Freiheiten zu nutzen. Zum einen forciert der 54-Jährige das Wachstum im digitalen Bereich. Mit 23 Prozent konnte Thalia seinen Marktanteil am deutschen E-Book-Markt im Vergleich zum Vorjahr nochmals steigern.

Doch sein wichtigstes Anliegen bleibt es, die Menschen in die Buchhandlungen zu locken. So fanden im vergangenen Geschäftsjahr bei Thalia und Mayerscher bundesweit rund 4700 Events statt. „Mit dem Eigentümerwechsel 2016 haben wir uns auf eine spannende Reise begeben, die andauert“, sagt Busch.

Mehr: Eine Umfrage zu Kundenzufriedenheit zeigt: Es sind nicht nur die Onlinekonzerne, die Konsumenten überzeugen. Auch Spezialisten haben ihre erfolgreiche Nische.

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