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Michael Dittel Mit Wetterdaten zum Innovationspreis – so hilft Leaftech beim Energiesparen

Das Berliner Start-up Leaftech analysiert Verbrauchs- und Wetterdaten von Gebäuden – und hilft, Strom zu sparen. Dafür wird es nun ausgezeichnet.
28.10.2019 - 17:40 Uhr Kommentieren
Der Chef des Start-ups Leaftech will dabei helfen, Energie zu sparen. Quelle: Business-Wettbewerb Berlin-Brandenburg
Michael Dittel

Der Chef des Start-ups Leaftech will dabei helfen, Energie zu sparen.

(Foto: Business-Wettbewerb Berlin-Brandenburg)

Düsseldorf Der Anspruch passt zum Zeitgeist: „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Technologie dazu beitragen können, den Übergang zu einer Wirtschaft ohne CO2-Emissionen beschleunigen zu können“, sagt Michael Dittel. Sein Start-up Leaftech analysiert anhand von Gebäudedaten und Wetterprognosen, wie Unternehmen ihren Energiebedarf senken können – und damit auch CO2 und Kosten.

Für diesen Ansatz wird das Berliner Unternehmen des 31-Jährigen nun ausgezeichnet: In der Kategorie „Change“ des „EIT Award“ hat es den ersten, mit 20.000 Euro dotierten Preis gewonnen. Dahinter steht das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) der Europäischen Union, das mit dem Preis jedes Jahr Unternehmen und Forscherteams auszeichnet, die Produkte oder Erkenntnisse für die Lösung wichtiger Fragen entwickeln – etwa zu nachhaltiger Energie, Digitalisierung oder Gesundheit

Dittels Firma misst, wie viel Energie ein Gebäude verbraucht und welchen Einfluss die Umgebung darauf hat. Mit den Daten lässt sich der Energieverbrauch optimieren. Reflektiert zum Beispiel die Glasfront eines angrenzenden Hauses Sonnenlicht, fließen diese Daten in ein 3D-Modell ein.

So entsteht ein digitales Abbild, anhand dessen eine Software in Kombination mit Echtzeit-Wetterdaten den Energiebedarf errechnet. „Unsere Datenservices teilen dem Gebäudesystem mit, wie sich zukünftige Wetterbedingungen auf den Energiebedarf auswirken“, sagt Dittel, der in Magdeburg Umwelt- und Energieprozesstechnik studiert und anschließend an der TU Berlin seinen Master of Science in „Regenerative Energiesysteme“ abgelegt hat.

Erste Finanzierungsrunde geplant

Dittels Daten helfen, Strom- und Heizkosten zu senken oder auch Kosten für Wartungsarbeiten an Rollläden oder Heizkesseln zu vermeiden. Außerdem ermöglichen es die Daten zu erkennen, wie natürliches Licht als Raumbeleuchtung genutzt werden kann – damit in den Büros eine komfortablere Arbeitsatmosphäre entsteht und die Mitarbeiter sich wohlfühlen und produktiver sind.

Dittel hat bislang 150 .000 Euro an Eigenmitteln, Preisgeldern und Fördermitteln in seine 2018 gegründete Firma investiert. Für das erste Quartal 2020 plant er eine erste Finanzierungsrunde, dabei möchte er bis zu eine halbe Million Euro einsammeln. Mit dem Geld will er seine Idee zur Marktreife treiben, um künftig große Gebäudemanagementfirmen als Kunden zu gewinnen.

Die Jury überzeugte Dittels Ansatz. Dazu erklärt Dirk Jan van den Berg, Vorsitzender des EIT-Verwaltungsrats: „Im Mittelpunkt des EIT steht das Bestreben, Unternehmer zu befähigen, ihre besten Ideen in Lösungen für einen grüneren, gesünderen und nachhaltigeren Planeten umzusetzen.“ Das Start-up Leaftech hat sich in seiner Kategorie unter anderem gegen das lettische Unternehmen Vigo durchgesetzt, das eine personalisierbare Schlaganfalltherapie entwickelt hat.

Mehr: Im Gebäudesektor kann massiv CO2 eingespart werden. Doch ein Gesetzesvorhaben der Bundesregierung erweist sich nicht als großer Wurf, warnen Experten.

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