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Michael Popp Naturarzneifirma Bionorica expandiert auch ohne Cannabis

Eigentümer Michael Popp hat seine Cannabissparte verkauft. Nun geht der Unternehmer mit dem Geld gleich mehrere Expansionsprojekte an.
06.03.2020 - 14:36 Uhr Kommentieren
Unter anderem will der Bionorica-Eigentümer in seinem wichtigsten Auslandmarkt Russland 2021 mit einer eigenen Produktion starten. Quelle: Bionorica
Michael Popp

Unter anderem will der Bionorica-Eigentümer in seinem wichtigsten Auslandmarkt Russland 2021 mit einer eigenen Produktion starten.

(Foto: Bionorica)

Frankfurt Seine Cannabissparte hat der Unternehmer Michael Popp, 60, im vergangenen Mai an den kanadischen Konzern Canopy Growth für knapp 226 Millionen Euro verkauft. Damit hat der Inhaber der Naturarzneifirma Bionorica ein sattes Finanzpolster, um die vielen Expansionsprojekte zu stemmen, die er sich vorgenommen hat.

In diesem Jahr sind Investitionen in Höhe von mehr als 48 Millionen Euro geplant. Unter anderem will der Hersteller von Erkältungsmitteln wie Sinupret und Bronchipret in seinem wichtigsten Auslandsmarkt Russland 2021 mit einer eigenen Produktion starten. Das Werk im russischen Woronesch soll in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Am Hauptsitz im oberpfälzischen Neumarkt bei Nürnberg entsteht eine neue Unternehmenszentrale. Als neue Märkte will Popp nach der Türkei auch Spanien und Frankreich aufbauen. Außerdem forscht das Unternehmen an neuen Medikamenten zum Einsatz etwa gegen Leberleiden und urologische Erkrankungen.

Insgesamt entwickelt sich Bionorica dynamisch, wie die aktuellen Geschäftszahlen zeigen. Das Unternehmen wuchs 2019 – ohne Cannabissparte gerechnet – um 7,3 Prozent auf 333,5 Millionen Euro Umsatz, obwohl in einigen Ländern die Märkte für die freiverkäuflichen Naturarzneien sogar rückläufig waren. So auch in Deutschland, wo die Erkältungssaison vergangenes Jahr eher schwach war.

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    „Wir gewinnen in allen Ländern Marktanteile“, ist Popp zufrieden. Mittlerweile arbeiten mehr als 1800 Mitarbeiter bei Bionorica, etwas mehr als die Hälfte in Deutschland. Auch in diesem Jahr soll das Unternehmen bei Umsatz und Ertrag weiter zulegen, die operative Marge lag laut Bundesanzeiger 2018 bei rund 17 Prozent.

    Da der Unternehmer großen Wert darauf legt, bei seinen strategischen Entscheidungen unabhängig von Banken agieren zu können, hat Popp nach dem Verkauf der Cannabissparte auch gleich noch einmal die Eigenkapitalquote erhöht, auf den Rekordwert von 83,8 Prozent. Da bleibt weiterer Spielraum für Investitionen.

    Mehr: Cannabis-Branche: Canopy Growth will nach Kurssturz Geschäft in Europa ausbauen

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