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Ministererlaubnis Zollern-Miba-Fusion: Wirtschaftsminister Altmaier vertagt Entscheidung

Zollern und Miba dürfen weiter auf eine Fusion hoffen: Wirtschaftsminister Altmaier braucht noch mehr Zeit, um über eine Ministererlaubnis zu entscheiden.
Update: 19.06.2019 - 10:56 Uhr Kommentieren
Der Bundeswirtschaftsminister braucht mehr Zeit, um über den Fall Zollern/Miba zu entscheiden. Quelle: dpa
Peter Altmaier (CDU)

Der Bundeswirtschaftsminister braucht mehr Zeit, um über den Fall Zollern/Miba zu entscheiden.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Frist für das Ministererlaubnisverfahren für eine Fusion des baden-württembergischen Mittelständlers Zollern mit dem österreichischen Industrieunternehmen Miba ist am heutigen Dienstag abgelaufen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) braucht für seine Entscheidung allerdings noch mehr Zeit. Beide Unternehmen werten die Fristverschiebung positiv und dürfen weiter hoffen.

Der schwäbische Gleitlagerhersteller Zollern und die österreichische Miba hatten die Untersagung der Fusion ihrer Gleitlagergeschäfte durch das Bundeskartellamt im Januar nicht akzeptieren wollen und in einem sehr ungewöhnlichen Schritt bei Bundeswirtschaftsminister Altmaier eine Ministererlaubnis beantragt. Den Antragstellern geht es um den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit gegen die harte Konkurrenz aus Asien. Die Monopolkommission hatte Altmaier allerdings davon abgeraten, die Fusion zu genehmigen.

„Legt man die überstrengen Maßstäbe der Monopolkommission an, so kann sie ein mittelständisches Unternehmen im Prinzip nie erreichen“, sagt Ludwig Merckle, Aufsichtsrat bei Zollern. Den Mittelstand von einer Ministererlaubnis vollkommen auszuschließen, könne der Bundesminister nicht beabsichtigen. Merckle ergänzt: „Daher sollte er dem Rat der Monopolkommission nicht folgen. Ich werte die Fristverlängerung als vorsichtig positives Zeichen, dass sich Minister Altmaier intensiv und wohlwollend mit unseren Argumenten auseinandersetzt.“

Die Wettbewerbsbeschränkung ist nach Auffassung der beiden Unternehmen gering. Es lägen nur in einem kleinen Teilbereich Überschneidungen vor. Ansonsten seien die Gleitlageraktivitäten der beiden Unternehmen komplementär, heißt es. Hinzu käme, dass sich keiner der wenigen deutschen Industriekunden von Zollern und Miba förmlich gegen das Vorhaben gewandt habe, heißt es bei den beteiligten Unternehmen weiter.

Unterstützt werden die beiden Mittelständler von den Landesregierungen von Niedersachsen und Baden-Württemberg. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und seine baden-württembergische Amtskollegin Nicole Hoffmeister-Kraut stehen laut Zollern und Miba explizit hinter dem Vorhaben.

Ludwig Merckle, Miteigentümer von Zollern, berichtet darüber hinaus, in den letzten Monaten einen großen Zuspruch des Mittelstands erfahren zu haben. Viele weitere Familienunternehmer hätten sich bei Zollern telefonisch oder per Brief gemeldet und das Vorhaben begrüßt – darunter auch Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller und Eberspächer-Chef Heinrich Baumann.

Mehr: Der Familienunternehmer Ludwig Merckle kämpft für eine Ministererlaubnis. Aus Wirtschaft und Politik erhält er dabei Schützenhilfe.

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