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Mischa Rürup Dieser Gründer wurde vom Datensammler zum Datenschützer

Früher hat Usercentrics-Gründer Mischa Rürup mit personalisierten Werbeanzeigen Geld verdient. Heute kümmert er sich um Datenschutz in Unternehmen.
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Vinzent Ellissen, Lisa Gradow und Mischa Rürup (von links) sehen sich als Mittler zwischen Werbetreibenden und Verbrauchern. Foto:  Raimar von Wienskowsksi Quelle: Usercentrics
Gründer von Usercentrics

Vinzent Ellissen, Lisa Gradow und Mischa Rürup (von links) sehen sich als Mittler zwischen Werbetreibenden und Verbrauchern. Foto: Raimar von Wienskowsksi

(Foto: Usercentrics)

München Früher wäre die Datenschutzgrundverordnung der EU (DSGVO) für Mischa Rürup ein Ärgernis gewesen. Schließlich hat Rürup ein Unternehmen gegründet, das Internetnutzer verfolgt, um maßgeschneiderte Werbung anzubieten.

Doch schon 2012 hat der Informatiker dieses Unternehmen an die Deutsche Post verkauft. Heute profitiert er von den Datenschutz-Regeln. Denn zusammen mit zwei Partnern hat Rürup vor eineinhalb Jahren ein neues Unternehmen gegründet, das Websites DSGVO-kompatibel macht. Dafür bekommen die drei, neben Rürup noch Lisa Gradow und Vinzent Ellissen, jetzt frisches Investorengeld.

Usercentrics erhält von Alstin Capital einen mittleren einstelligen Millionenbetrag, um das Geschäft auszubauen. Der Kapitalgeber des AWD-Gründers Carsten Maschmeyer soll Usercentrics auch mit Know-how unterstützen. So wollen Verkaufstrainer den Vertrieb schulen.

Daneben soll Geld in den technischen Ausbau fließen. Der 37-jährige Rürup will Usercentrics nicht als reinen Spezialisten für die Zustimmung zum Tracking auf Websites belassen, sondern etwa auch E-Commerce-Anbietern helfen, ihre Technik datenschutzrechtlich abzusichern. Zudem wagt sich das Team in die USA vor. Schon vor einem Jahr hatte das Start-up von anderen Investoren eine ähnliche Geldspritze erhalten.

„Als einer der Vorreiter haben wir von Europa aus eine einzigartige Chance“, sagt Rürup. Schließlich gilt die EU-Regulierung inzwischen als Vorbild für künftige Gesetze in anderen Länder. Bislang hat das Münchener Unternehmen 20 Mitarbeiter und macht nach Rürups Angaben einen einstelligen Millionenumsatz, der sich 2019 verdoppeln soll.

Allerdings gibt es Konkurrenz: Der Amsterdamer Wettbewerber Faktor.io beispielsweise ist im April an den börsennotierten US-Spieler Liferamp verkauft worden.

Mehr: Nicht nur Werbeunternehmen sind zunehmend auf große Datenberge potenzieller Kunden angewiesen. Auch die zunehmende Vernetzung von Alltagsgegenständen, das sogenannte „Internet of Things“, stellt Datenschützer immer häufiger vor Herausforderungen.

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