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Mischkonzern Freudenberg-CEO Sohi setzt auch in der Krise auf Innovationen

Die Familiengruppe Freudenberg ist stark von der Autobranche abhängig und stellt sich daher auf schwierige Monate ein. Innovationen sollen aber nach wie vor im Fokus stehen.
01.04.2020 - 14:54 Uhr Kommentieren
Der Chef der Freudenberg-Gruppe blickt verhalten aufs laufende Jahr. Quelle: Markus Hintzen/laif
Mohsen Sohi

Der Chef der Freudenberg-Gruppe blickt verhalten aufs laufende Jahr.

(Foto: Markus Hintzen/laif)

Frankfurt Mohsen Sohi sucht die große Öffentlichkeit eher selten. Im Iran geboren und in den USA aufgewachsen, arbeitet der Manager, der in wenigen Tagen 61 Jahre alt wird, lieber im Hintergrund. Dennoch dürfte ihm die Entscheidung, den Bericht über das vergangene Jahr nicht persönlich, sondern nur schriftlich vorzustellen, schwergefallen sein.

Die Pressekonferenz im ehrwürdigen Weinheimer Hermannshof, umgeben von einem eindrucksvollen botanischen Garten, hat Tradition beim Familienunternehmen Freudenberg. Doch das Coronavirus hat Sohis Pläne durchkreuzt.

Auch im Geschäft hinterlässt die Pandemie Spuren. Freudenberg ist ein Mischkonzern, liefert Teile und Komponenten an zahlreiche Branchen – von der Autoindustrie über die Medizintechnik bis hin zur Öl- und Gasindustrie. Dazu kommt die eigene Haushaltsmarke Vileda.

„Aufgrund der Ausbreitung des Virus und der Eindämmungsmaßnahmen erwarten wir in allen wesentlichen Märkten, dass die Nachfrage beeinträchtigt wird, ganz besonders in der Automobil- und in der allgemeinen Industrie“, sagt Sohi. Man stelle sich auf schwierige Monate ein. „Selbstverständlich sind die Auswirkungen in vollem Maß heute noch nicht abzusehen.“

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Standort erkennen

    Man entscheide von Standort zu Standort je nach Geschäftsbereich, welche Produktion vorübergehend reduziert oder gestoppt werde, ebenso wie über die Unterbrechung in ausgewählten Verwaltungsbereichen, erklärt Sohi weiter.

    Globale Lieferketten könnten vorübergehend nicht überall aufrechterhalten werden. „Dazu sind wir im engen Kontakt mit unseren Lieferanten und Kunden.“

    Dennoch bleibt der Manager bei seiner Linie: Innovationen werden auch in der Krise der Treiber für Freudenberg sein. Rund 35 Prozent des Umsatzes der Gruppe wurden im abgelaufenen Jahr mit Produkten erzielt, die jünger als vier Jahre sind.

    Vorsicht bei Ausgaben

    Allerdings will Sohi bei den Ausgaben Vorsicht walten lassen. Generell werde das Unternehmen versuchen, langfristige Forschungs- und Entwicklungsprojekte und die hohe Investitionsquote von zuletzt 5,1 Prozent des Umsatzes beizubehalten.

    Aber letztlich sei die Frage entscheidend, wie stark sich die Krise auf die Geschäftsentwicklung auswirken werde. „Absolut wird der Investitionsbetrag wohl geringer ausfallen“, prognostiziert der Freudenberg-Chef.

    Sohi kann sich auf eine grundsolide Bilanz verlassen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 51,3 Prozent auf einem hohen Niveau. Die Ratingagentur Moody’s bewertet das Unternehmen mit der guten Note „A3“, Ausblick stabil.

    Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 9,5 Milliarden Euro und damit auf Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis sank von 910 auf 820,0 Millionen Euro.

    Ursachen waren die Probleme in der Autoindustrie, die sich in einem gravierenden Umbruch befindet, sowie die Schwäche in China. Außerdem hat Freudenberg viel in den Auf- und Ausbau des Batterie- und Brennstoffzellen-Geschäfts investiert.

    Angesichts der Unsicherheiten durch Corona bleibt Sohi beim Ausblick auf das laufende Jahr eher nebulös. Die Rede ist von einer verhaltenen Geschäftsentwicklung. „Die Coronakrise ist eine globale Krise. Sie betrifft alle Regionen signifikant“, so Sohi.

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