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Neato Robotics Ex-Sony-Manager Nedder soll Saugroboter-Tochter von Vorwerk retten

Der „Kobold“-Hersteller hatte sich vom Kauf des kalifornischen Saugroboter-Start-ups viel erhofft. Jetzt soll Thomas Nedder die flauen Geschäfte voranbringen.
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Ex-Sony-Manager Nedder soll Saugroboter-Tochter von Vorwerk retten Quelle: PR
Thomas Nedder

Der 54-Jährige soll helfen, „in einem hart umkämpften Markt aggressive Wachstumsziele“ zu realisieren.

(Foto: PR)

Düsseldorf Saugrobotern wird eine große Zukunft vorhergesagt. Zu den Pionieren zählt Neato Robotics aus Kalifornien, gegründet 2005 und seit 2017 eine Tochter von Vorwerk. Doch zuletzt liefen die Geschäfte von Neato nur holprig.

Der „Kobold“-Hersteller aus Wuppertal installiert deshalb einen erfahrenen Manager als CEO: Thomas Nedder war zuvor Chef von Sony Electronics in Deutschland und davor General Manager von NEC Deutschland. Er löst Matt Petersen ab, der erst im Januar 2018 von Vorwerks Kosmetik-Tochter Jafra zu Neato gewechselt war.

Die Erwartungen an den diplomierten Elektrotechniker und Vertriebsexperten Nedder sind hoch: Der 54-Jährige soll helfen, „in einem hart umkämpften Markt aggressive Wachstumsziele“ zu realisieren, heißt es einer Mitteilung.

Denn 2018 war für Neato Robotics in einigen Märkten wie Nordamerika und Asien ein „herausforderndes Jahr“. Die Umsätze waren mit 62 Millionen Euro rückläufig und blieben unter den Erwartungen, heißt es im Geschäftsbericht von Vorwerk.

„Thomas Nedder verfügt über einen ausgezeichneten Erfahrungsschatz, erstklassige technische Produkte in Massenmärkte zu bringen“, erklärt Thomas Rodemann, Managing Partner von Vorwerk International und Chairman von Neato Robotics. Das Wuppertaler Familienunternehmen hatte das Start-up 2017 komplett übernommen, die Kalifornier agieren aber weiter unabhängig und lassen in China fertigen.

Neato galt als großer Hoffnungsträger. Denn das Geschäft der Vorwerk-Gruppe ist im zweiten Jahr in Folge rückläufig. Die Konzernerlöse sanken 2018 von 2,9 Milliarden auf 2,8 Milliarden Euro. „Wir haben merkliche Ergebnisrückgänge und kämpfen damit, profitabel zu bleiben“, sagte Reiner Strecker, persönlich haftender Gesellschafter von Vorwerk, im Mai.

Strecker hatte Neato 2010 auf einer Urlaubsreise quasi „entdeckt“. Das Spin-off der Uni Stanford hatte damals einen Saugroboter entwickelt, der sich mit Lasersensoren im Raum bewegt. Seitdem kooperiert Vorwerk eng mit Neato Robotics und beteiligte sich zunächst an dem Start-up.

Gemeinsam mit den Experten von Neato entwickelte Vorwerk seinen ersten Kobold-Saugroboter. Regelmäßig arbeiteten die kalifornischen Softwareexperten in Wuppertal. Die Start-up-Kultur vom Silicon Valley sollte aufs „Wupper Valley“ abfärben, so die Hoffnung.

Nach Prognosen von Loup Ventures sollen im Jahr 2020 weltweit rund 8,8 Millionen Saugroboter verkauft werden, hinzu kommen 2,2 Millionen Roboter für die Bodenreinigung. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
Neato-Saugroboter

Nach Prognosen von Loup Ventures sollen im Jahr 2020 weltweit rund 8,8 Millionen Saugroboter verkauft werden, hinzu kommen 2,2 Millionen Roboter für die Bodenreinigung.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Doch die Sparte Kobold, die traditionelle Staubsauger wie auch Saugroboter herstellt, schrumpfte 2018 ebenfalls leicht auf 757 Millionen Euro. Auch das operative Ergebnis lag deutlich unter den Erwartungen. Denn auf dem Zukunftsmarkt für Saugroboter mischen abgesehen von Kobold und Neato viele große Spieler mit. Neben Panasonic, Samsung und Dyson sind dies etwa IRobot, Sharp und Toshiba.

Nach Prognosen von Loup Ventures sollen im Jahr 2020 weltweit rund 8,8 Millionen Saugroboter verkauft werden, hinzu kommen 2,2 Millionen Roboter für die Bodenreinigung. Wie sich auf der IFA in Berlin gerade zeigte, haben viele Saugroboter der Konkurrenz etwa von IRobot oder Ecovacs bereits Wischfunktionen. Thomas Nedder kann Neato also durchaus neue Impulse geben.

Mehr: Vorwerk investiert massiv in digitale Innovationen. Damit der Umsatz nicht weiter sinkt, gibt es den Thermomix möglicherweise bald nicht mehr nur auf Partys.

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