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Nicola Leibinger-Kammüller Die Trumpf-Chefin setzt sich ambitionierte Ziele in schwierigen Zeiten

Der schwäbische Maschinenbauer macht deutlich weniger Gewinn – und stellt sich auf schwere Zeiten bis 2021 ein.
24.10.2019 - 14:47 Uhr Kommentieren
Die Trumpf-Chefin hat ambitionierte Klimaziele. Quelle: dpa
Nicola Leibinger-Kammüller

Die Trumpf-Chefin hat ambitionierte Klimaziele.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die gute Laune, die Nicola Leibinger-Kammüller am Donnerstagmorgen versprühte, passte so gar nicht zu den Nachrichten, die die Trumpf-Chefin zu verkünden hatte. Fast 35 Prozent weniger Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) als im Vorjahr, ein sinkender Auftragseingang und ein Einbruch der Ebit-Marge von 15 auf gut neun Prozent musste die Managerin verkünden: „Wir haben die Auswirkungen der nachlassenden Weltkonjunktur schon zu spüren bekommen, als in der deutschen Öffentlichkeit noch kaum jemand davon sprach“, erklärte die 59-Jährige vor Journalisten am Firmensitz in Ditzingen. „Nämlich ab Oktober 2018.“

Es ist die Krise in der Autoindustrie, von der Trumpf konzernweit indirekt zu etwa 20 Prozent vom Umsatz abhängig ist, aber auch die Unsicherheit im globalen Handelsgefüge, die den Maschinenbauer seither in Mitleidenschaft ziehen. Gleichzeitig nimmt die Investitionsbereitschaft in Asien ab.

Das betrifft vor allem Südkorea, wohin Trumpf viele seiner Lasermaschinen an die Display- und Elektronikindustrie liefert, aber auch China, den viertgrößten Einzelmarkt für Trumpf. In beiden Ländern gingen die Umsätze um je neun Prozent zurück, während andere Märkte wie Europa stabil geblieben sind oder, wie die USA, sogar um 23 Prozent zugelegt haben.

Die nahe Zukunft sieht allerdings verhalten aus. „Das hängt neben dem Ende eines ungewohnt langen Konjunkturzyklus im Maschinenbau auch mit den gewachsenen geopolitischen Unsicherheiten zusammen“, sagte Leibinger-Kammüller. Im laufenden Jahr rechnet Trumpf daher mit einem leicht rückläufigen Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018/19, das der Konzern mit rund 3,8 Milliarden Euro abgeschlossen hatte.

Ambitionierte Ziele setzt sich der Konzern dafür beim Klimaschutz: Bis Ende 2020 will die Trumpf-Chefin alle Standorte des Konzerns auf eine CO2-neutrale Produktionsweise umgestellt haben. Derzeit emittiert Trumpf rund 90.000 Tonnen CO2 pro Jahr, davon 80 Prozent durch Stromverbrauch. „Ab sofort werden wir die vollständige Umstellung aller unserer Stromverträge vornehmen“, sagt Leibinger-Kammüller. Das ist dann doch eine gute Nachricht.

Mehr: Die US-Strafzölle sind eine Gefahr für Industriebetriebe wie den Zangenhersteller Knipex. Firmenchef Ralf Putsch appelliert daher an die Politik.

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