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Nicola Leibinger-Kammüller So kämpft die Trumpf-Chefin um Fachkräfte

Mit dem „Karrieretag“ will die Trumpf-Chefin Fachkräfte in ihre Firma locken. Gesellschaftliches Engagement schätzt sie besonders bei neuen Mitarbeitern.
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Die Unternehmerin schätzt in Familienunternehmen besonders das Vertrauensverhältnis von Mitarbeitern und Unternehmensführung. Quelle: action press
Nicola Leibinger-Kammüller

Die Unternehmerin schätzt in Familienunternehmen besonders das Vertrauensverhältnis von Mitarbeitern und Unternehmensführung.

(Foto: action press)

Ditzingen Nicola Leibinger-Kammüller ist eine gute Gastgeberin. Es gibt leckeres Eis, Erfrischungen, und die Azubi-Band von Trumpf spielt vor der Firmenkantine. Erstmals richtete der Laserspezialist vergangenen Freitag den „Karrieretag“ aus. Es ist die 23. Auflage, bei der sich 50 führende Familienunternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet präsentieren. Sie treffen auf 650 Bewerber für einen neuen Job. Schulabgänger sind gekommen, aber auch Führungskräfte.

Ein junger Mann war so mutig, die Trumpf-Chefin im Vorbeigehen direkt anzusprechen. „Er war sehr sympathisch, hatte gutes Benehmen und wirkte sehr kompetent“, sagt Nicola Leibinger-Kammüller. Der Vorzeige-Unternehmerin kommt es bei den jungen Leuten neben Fachkenntnis besonders auf Haltung und Einstellung an.

Sie begrüßt es, wenn jemand auch gesellschaftliches Engagement gezeigt hat. Für sie sind das Belege für besonderen Einsatz und Mut. Zudem suche Trumpf Mitarbeiter, die „Fantasie haben und nicht nur gute Noten“. Den Vorteil von Familienunternehmen gegenüber Großkonzernen sieht Leibinger-Kammüller im besonderen Vertrauensverhältnis von Mitarbeitern und Unternehmensführung.

Speziell an dem Karrieretag ist auch, dass die beteiligten Unternehmen vorher sagen, welche Fachkräfte sie brauchen, und die Bewerber entsprechend vorausgewählt werden. Die Familienunternehmen wollen, dass möglichst viele Kontakte auch zu Anstellungen führen.

Denn der Bedarf ist riesig. „Der Fachkräftemangel ist kein konjunkturelles Problem, sondern strukturell bedingt. Sinkende Auftragseingänge werden nicht dazu führen, dass sich die Situation entspannt“, sagt Stefan Heidbreder, Chef der Stiftung Familienunternehmen, einer der Initiatoren, zu denen auch der Entrepreneurs Club gehört. Ziel ist, kommende Fachkräfte, die ja auch von den Großunternehmen umworben werden, auch für Mittelständler zu gewinnen.

Das gilt besonders für Softwareingenieure. Gerade in dieser Woche gab die Trumpf-Chefin bekannt, dass man die eigenen Aktivitäten für eine Internetplattform mit dem IT-Dienstleister GFT zusammenlegen werde. Auch die Knappheit an Fachkräften sei ein Grund dafür, räumte Leibinger-Kammüller ein. „Wir müssen die Kräfte bündeln.“

Mehr: Inhabergeführte Konzerne werden für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger. Der Wirtschaftsminister muss den Mittelstand stärker berücksichtigen.

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