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Nicola Leibinger-Kammüller Trumpf-Chefin empfängt Angela Merkel zum zweiten Mal

Bereits 2013 war Angela Merkel beim Maschinenbauer Trumpf zu Besuch. Die Kanzlerin weiß sich auf sicherem Terrain, auch wenn die Firmenchefin sich kritisch äußert.
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„Die CDU ist keine Partei der Unternehmen.“, sagte Nicola Leibinger-Kammüller im Spätherbst. Quelle: imago/IPON
Kritische Frimen-Chefin

„Die CDU ist keine Partei der Unternehmen.“, sagte Nicola Leibinger-Kammüller im Spätherbst.

(Foto: imago/IPON)

An Zufall muss man nicht denken, wenn die Kanzlerin ein Unternehmen besucht. Schließlich gibt es 3,5 Millionen Firmen in Deutschland. Vor allem, wenn sie gleich zweimal dasselbe Unternehmen besucht, darf sich die Firmenchefin geehrt fühlen. 2013 war die Kanzlerin schon einmal zum Stammsitz des Maschinenbauunternehmens und Laserspezialisten Trumpf ins schwäbische Ditzingen gereist.

Am Donnerstag nun kam sie ins ostsächsische Neukirch. In ihrer Begrüßung dankte die Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) und vor allem der Kanzlerin für den Besuch „bei einer urschwäbischen Firma im ursächsischen Ostsachsen“. Es sei „ein Stück gelebte Wiedervereinigung“. Ihr Unternehmen, mit heute mehr als 3,6 Milliarden Euro Umsatz und 13 500 Mitarbeitern weltweit (davon 460 in Neukirch), sei einst gekommen, „um zu bleiben“.

Getreu ihrem Lieblingsmotto nach Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Leibinger-Kammüller gilt als Persönlichkeit, die ihre Stimme auch politisch erhebt. Sie kennt die Kanzlerin, man sieht sich, man schätzt sich. Manche sprechen sogar davon, sie sei eine Vertraute der Regierungschefin.

Doch die Frau, die seit 13 Jahren die Geschicke des Unternehmens auch durch schwierige Zeiten während der Wirtschafts- und Finanzkrise führte und mit Finanzspritzen aus ihrem Privatvermögen damals Entlassungen vermied, findet auch immer wieder klare Worte und Kritik für die Politik. Dort, wo sie es für richtig hält.

So kritisierte sie im Spätherbst vor dem Scheitern der Jamaika-Koalition während einer Veranstaltung der „Süddeutschen Zeitung“: „Die CDU ist keine Partei der Unternehmen“ Im Handelsblatt-Gespräch drückte sie sich etwas zurückhaltender aus, als Mitte Februar noch immer keine Koalition stand. Die Politik müsse insgesamt stärker erkennen, dass die Erfolge der deutschen Wirtschaft zu einem guten Teil aus eigener Kraft kämen.

In Neukirch nahm sie nun die Rolle der Gastgeberin ein. Sie begrüßte, dass Merkel und Kretschmer 40 Minuten mit den Trumpf-Mitarbeitern sprechen wollten. „Vielleicht ist es genau das, wonach sich die Menschen momentan am meisten sehnen: Politik zum Anfassen – Politik, die zuhört.“ Politisch brisante Äußerungen vermied sie, zog sich auf die angenehme Rolle der Gastgeberin zurück, die der Politik eine vertraute Bühne bietet.

Nur ein kleines bisschen frech forderte sie als Firmenchefin ihre Mitarbeiter auf, Fragen zu stellen – „bitte reichlich und absolut schonungslos“. Merkel nahm es locker, ein leichter Termin an diesem Tag.

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