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Nicola Leibinger-Kammüller Trumpf-Chefin wagt sich mit Übernahme in neues Geschäftsfeld

Der Maschinenbauer Trumpf übernimmt von Philips das Geschäft mit Laserdioden. Die Technik steckt in einer halben Milliarde Smartphones.
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Eine Faszination für die Lasertechnologie. Quelle: imago/Sven Simon
Nicola Leibinger-Kammüller

Eine Faszination für die Lasertechnologie.

(Foto: imago/Sven Simon)

Stuttgart Nicola Leibinger-Kammüller ist für mutige Schritte bekannt. Und das hier ist ein mutiger Schritt: Trumpf übernimmt die Photonics GmbH von Philips mit Hauptsitz in Ulm. Das übernommene Unternehmen beschäftigt knapp 300 Mitarbeiter. In der Branche schätzt man, dass der Kaufpreis zwischen 100 und 150 Millionen Euro liegt.

Der Maschinenbauer Trumpf wagt sich damit in ein neues Feld. „Durch diese Akquisition wollen wir neue Produktfelder erschließen und unser bestehendes Portfolio an einer strategisch bedeutsamen Stelle erweitern“, sagt Leibinger-Kammüller. Aus dem Mund der sonst so temperamentvollen Unternehmerin klingt dieser Satz fast etwas technokratisch – gemessen an diesem bemerkenswerten Schritt.

Laserdioden von Philips Photonics werden in Smartphones, in der digitalen Datenübertragung sowie in Sensoren für das autonome Fahren eingesetzt. In über einer halben Milliarde Smartphones steckt Technologie von Photonics. Trumpf hingegen baut bislang Maschinen vornehmlich zur Blechbearbeitung.

Kleine und große Laser

Die Schwaben gelten zwar als Weltmarktführer in der Lasertechnik und haben bereits ein Geschäft mit Hochleistungsdiodenlasern, aber eben mit großen, solchen, mit denen man Bleche schneiden kann. Die Laser von Photonics dagegen sind winzig klein. Auch in der digitalen Datenübertragung ist Trumpf bislang nicht aktiv.

In beiden Geschäften aber geht es um Laser – und um Menschen, die sich mit den Grundlagen der Hochtechnologie auskennen. „Philips Photonics beschäftigt eine große Zahl sehr guter Entwickler, die neue Bereiche der Photonik erschlossen haben und die unseren Forschungs- und Entwicklungsbereich nachhaltig verstärken werden“, sagt Trumpf-Finanzchef Lars Grüner. Er wird für das neue Geschäftsfeld Laserdioden zuständig sein und will den Bereich kräftig ausbauen.

Wer die Faszination im Hause Leibinger für die Lasertechnologie kennt, weiß, dass dieser Schritt wohl erst der Anfang sein wird, den Laser künftig noch viel breiter in neuen Anwendungsfeldern zu nutzen.

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