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Nicolas Julia Dieser Gründer will die Bundesliga in die Blockchain führen

Nicolas Julia bringt Fußballer-Sammelkarten und Onlinespiel zusammen. Nun steigen Investor Christian Miele und Weltmeister André Schürrle bei ihm ein.
16.07.2020 - 11:10 Uhr Kommentieren
Der Gründer betont, dass sein Sammelkarten-System kein Glücksspiel ist. Quelle: Stratumn
Nicolas Julia

Der Gründer betont, dass sein Sammelkarten-System kein Glücksspiel ist.

(Foto: Stratumn)

Düsseldorf Nicolas Julia will das beliebte Sammeln von Fußballerbildern ins Netz überführen – und zwar auf seine Blockchain-Plattform Sorare. Nun bekommt der Pariser Gründer dabei Unterstützung vom prominenten Start-up-Investor Christian Miele und Fußballweltmeister André Schürrle.

„Wir trauen Nicolas Julia zu, dass er den digitalen Sammlermarkt in Europa neu definiert“, sagt Miele, der auch Aufsichtsratsmitglied bei Sorare wird. Zusammen mit weiteren Investoren stecken sie vier Millionen Dollar in das Start-up, wie an diesem Donnerstag bekannt wurde.

CEO Julia und sein Mitgründer Adrien Montfort vereinen auf ihrer Plattform Online-Gaming und Blockchain-Technologie. Zudem können ihre Karten in Fantasy-Fußball-Spielen eingesetzt werden. Manche Nutzer interpretieren sie auch als Wertanlage. Möglich macht das das kryptografische Verfahren, das Kopien und Manipulationen verhindert.

Der 34-jährige Julia war bei der französischen Blockchain-Firma Stratumn Vizepräsident für das operative Geschäft. Seine im März 2019 gestartete Firma war bereits Anfang des Jahres profitabel. Das Geschäftsmodell: Sorare erwirbt bei den Fußballklubs die Bildrechte und verkauft die Blockchain-Karten gewinnbringend per Online-Auktion. Der Umsatz steigt auch durch Weiterverkäufe auf der Plattform. Mit der Blockchain-Technologie wird unzweifelhaft dokumentiert, wer der Besitzer einer Karte ist.

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    Punkte werden nach Zweikämpfen verteilt

    Manche Leute sind offenbar verrückt nach den Sorare-Bildern: „Ein Unikat von Juventus-Star Cristiano Ronaldo wurde für 12.000 Euro verkauft“, sagt Julia. Von 700 aktiven Nutzern im Dezember sei die Plattform auf 3300 Nutzer angewachsen, von 30.000 Euro Umsatz im Monat auf 350.000 Euro.

    Julia betont, dass Sorare kein Glücksspiel ist. Anders als bei den physischen Sammelkarten, die in Überraschungstüten verkauft werden, wüssten die Nutzer, auf welche Karten sie bieten. Die Fußballerbilder können allerdings auch in einem realitätsbasierten Wettbewerb eingesetzt werden. Je nachdem, wie viele Zweikämpfe die echten Profis an einem Spieltag beispielsweise gewinnen, werden Punkte verteilt – Sorare-Spieltagssieger erhalten neue Karten.

    76 Fußballklubs sind bereits auf der Plattform. Darunter Schalke, Bayer Leverkusen, Olympique Lyon, Atlético Madrid und der FC Porto. Nun will Sorare mehr Ligen und Vereine gewinnen. Dabei könnte auch das Engagement von André Schürrle von Nutzen sein: „Ich werde dem Team helfen, das beste Fantasy-Football-Game aufzubauen“, sagt der Fußball-Weltmeister von 2014.

    „Langfristig werden alle Sportvereine mit Start-ups wie Sorare zusammenarbeiten“, sagt Christian Miele. Vereine suchten schon lange Möglichkeiten, mit alten und neuen Fans in Kontakt zu treten. „Sorare ermöglicht sowohl die Interaktion mit Fußballverrückten wie auch mit geschickten Sammlern und Investoren“, sagt er. Wenn es nach ihm geht, holt Nicolas Julia als Nächstes den Hamburger SV auf seine Plattform.

    Mehr: Training für Computerkicker: Start-up Gamers Academy will Fifa-Spieler ausbilden

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