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Ohropax-Chef Max Negwer Friede den Ohren

Vor 110 Jahren erfand Apotheker Max Negwer Ohropax – und rettete damit vermutlich so manche Ehe. Unter seinem Enkel behauptet sich die Marke weiterhin gut, auch dank lauter Rockkonzerte und ungewöhnlicher Werbung.
Unzählige Ehen gerettet. Quelle: Pressefoto
Ohropax-Chef Negwer

Unzählige Ehen gerettet.

(Foto: Pressefoto)

Wehrheim Von seinem Bürofenster blickt Michael Negwer auf die sanften Hügel des Taunus. Im 9 800-Seelen-Städtchen Wehrheim herrscht ländliche Ruhe – gerade da, wo er seine Ohrstöpsel produziert, scheint man sie am wenigsten zu brauchen. Mehr als 30 Millionen der klassischen Ohropax-Kugeln werden hier im Jahr gefertigt – aus Baumwollwatte, Wachs und Vaseline. „Heute mit modernen Maschinen – bis 1991 noch von Hand“, erzählt der Enkel des Gründers. Mehr als 100 Frauen rollten bis dahin mit ihrer Handwärme die weltbekannten rosa Kügelchen, die seit 110 Jahren auf vielen Nachttischen liegen. „Wir kamen mit der Produktion einfach nicht mehr nach.“

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