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Oliver Kaltner Orderbird bekommt Millionen und neuen Chefkontrolleur

Oliver Kaltner wird neuer Aufsichtsratschef vom Kassen-Start-up Orderbird. Die Berliner wollen den Gastronomen 2019 vor allem neue Finanzservices anbieten.
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Der ehemalige Leica-Chef wird Aufsichtsratschef beim Berliner Start-up Orderbird. Quelle: Bloomberg
Oliver Kaltner

Der ehemalige Leica-Chef wird Aufsichtsratschef beim Berliner Start-up Orderbird.

(Foto: Bloomberg)

Das Start-up Orderbird, das aus iPads Kassen und aus iPhones Bestellgeräte für die Gastronomie gemacht hat, erhält in einer neuen Finanzierungsrunde einen mehrstelligen Millionenbetrag. Geldgeber sind die Bestandsinvestoren Digitalplus sowie Carsten Maschmeyers Investmentfonds Alstin, wie das Handelsblatt vorab erfahren hat.

Neu mit an Bord ist die Max Iann Holding. Auch das Managementteam, das aus zwei Gründern und zwei externen Managern besteht, hat investiert und hält künftig etwa 20 Prozent der Anteile.

Obendrein bekommt das Berliner Unternehmen, das vor knapp acht Jahren gegründet wurde und heute mehr als 10 000 Restaurants, Cafés und Bars als Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich zählt, einen neuen Aufsichtsratschef.

Der ehemalige Vorstandschef des Kameraherstellers Leica, Oliver Kaltner, wird Carlo Kölzer ablösen, der weiterhin Mitglied des Kontrollgremiums bleibt.

Kaltner ist Vorsitzender des Beirats der IEG Investment Banking Group sowie im Beirat von Loewe und Yext. Zuvor war er ein halbes Jahr CEO von Vectron, dem Marktführer herkömmlicher Gastronomiekassen in Deutschland – dem Orderbird immer mehr Marktanteile streitig macht.

Der 50-Jährige soll dabei helfen, die Marktführerschaft unter den iOS-Kassen auszubauen und neue Geschäftsfelder anzustoßen. Mitgründer und Vorstandschef Jakob Schreyer, 34, will 2019 vor allem die Finanzservices von Orderbird ausbauen. Viele Kunden, die vormals analog unterwegs waren, kämen durch das Unternehmen erstmals in Kontakt mit digitalen Dienstleistungen.

Genau dort will Schreyer ansetzen und das Start-up zum Allroundanbieter für Gastronomen entwickeln. Langfristig sei auch eine „Orderbird Bank“ denkbar, die Gastronomen unkomplizierte Kleinstkredite und ein speziell auf sie zugeschnittenes Bankkonto bietet.

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