Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Online-Dienstleister Start-up Right Now erhält prominente Unterstützung

Die Gründer der Flug-Suchmaschine Trivago steigen bei dem Erstattungs-Dienstleister ein. Doch das Kerngeschäft des Start-ups ist in Gefahr.
Kommentieren
Mit Right Now wollen die Gründer Verbrauchern sofortige Erstattungen und Entschädigungen ermöglichen. Quelle: Geld-für-Flug GmbH
Benedikt Quarch, Phillip Eischet und Torben Antretter (von links)

Mit Right Now wollen die Gründer Verbrauchern sofortige Erstattungen und Entschädigungen ermöglichen.

(Foto: Geld-für-Flug GmbH)

Düsseldorf Es ist noch keine anderthalb Jahre her, da gewannen Phillip Eischet, Torben Antretter und Benedikt Quarch mit Carsten Maschmeyer einen der schillerndsten Investoren Deutschlands. Nun beteiligen sich erneut namhafte Unternehmer am Düsseldorfer Start-up Right Now: Die Gründer der Hotel-Suchmaschine Trivago steigen bei dem Online-Dienstleister ein, der Verbrauchern Erstattungen und Entschädigungen auf Knopfdruck verspricht.

Malte Siewert, der sich nahe der Trivago-Zentrale in Düsseldorf als CFO um die Finanzen kümmert, sei eines Tages mit dem Fahrrad vorbeigekommen, erinnert sich Gründer Philip Eischet. „Er ist ein ziemlich entspannter Typ, und wir hatten gute Gespräche“, so der 26-jährige Betriebswirt im Interview mit dem Handelsblatt.

Das sieht offenbar auch Siewert so. Er und die Gründer von Trivago beteiligen sich über ihren privaten Gründerfonds an Right Now. Über die Höhe der Investition haben sie Stillschweigen vereinbart. Eischet verrät nur so viel: „Wir haben den Wert unseres Unternehmens innerhalb eines Jahres verdreifacht.“

Anfang 2019 dürfte der zwischen 50 und 100 Millionen Euro gelegen haben. Und das, obwohl das Geschäft nach heutigem Stand ein großes Risiko birgt: Die drei Gründer verdienen ihr Geld hauptsächlich durch das Fehlverhalten vieler Airlines, die ihren Erstattungspflichten nicht nachkommen. Die Geschichte von Right Now beginnt 2016 mit dem Portal Geld-fuer-Flug.de.

Das kauft Kunden Flugtickets ab, bei denen Germanwings und andere Airlines jahrelang zu Unrecht eine Stornierung ausschließen. Das Start-up behält einen Abschlag ein – und ist damit den Gründern zufolge von Anfang an profitabel.

2018 entscheidet der Bundesgerichtshof allerdings, dass Fluggesellschaften nur noch Steuern und Gebühren erstatten müssen. Ein Rückschlag. Weil viele Fluggesellschaften aber auch das nicht von sich aus tun, funktioniert das Geschäftsmodell des Portals erst einmal weiter.

Doch wie lange noch? Derzeit bringt Geld-fuer-Flug.de mehr als die Hälfte des Umsatzes ein und sorgt dafür, dass die junge Firma schwarze Zahlen schreibt. Damit wäre von heute auf morgen Schluss, wenn die Airlines sich plötzlich an die Regeln hielten.

Eischet und sein Team wissen das und stellen sich breiter auf: Seit Ende 2018 haben sie mit Bahn-Buddy ihr Geschäft auf Zugfahrer erweitert. Und gerade basteln sie mit Unfallzahlung24 an einem Portal, das Autofahrern nach einem nicht selbst verschuldeten Unfall zu einer höheren Entschädigung verhelfen soll. Heute beschäftigen sie 24 Mitarbeiter und sind gerade in eine neue Zentrale gezogen.

„Aktuell haben wir drei Produkte und sind in drei deutschsprachigen Ländern aktiv. Wir hätten aber lieber zehn Produkte und wären in 15 Ländern“, sagt Eischet. Das Geld der Trivago-Gründer soll dabei helfen.

Mehr: Trivago, das Vergleichsportal für Hotelpreise, hat im Düsseldorfer Medienhafen eine neue Zentrale gebaut. Dort vermischen sich bewusst Freizeit und Arbeit. Ein Rundgang.

Handelsblatt Zukunft Mittelstand Newsletter
Startseite

Mehr zu: Online-Dienstleister - Start-up Right Now erhält prominente Unterstützung

0 Kommentare zu "Online-Dienstleister: Start-up Right Now erhält prominente Unterstützung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote