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Pandemie Valeska Benner: Nothelferin der Sporthändler in der Coronakrise

Benner hat den Onlineshop Sportmarken24gegründet. Nun hilft sie Ladenbesitzern mit zinslosen Darlehen durch die Krise.
17.03.2020 - 16:49 Uhr Kommentieren
Mit Sportmarken 24 ist die ehemalige Unternehmensberaterin vor zwei Jahren angetreten, Händlern vor Ort den Weg ins Internet zu bahnen. Quelle: Sportmarken 24
Valeska Benner

Mit Sportmarken 24 ist die ehemalige Unternehmensberaterin vor zwei Jahren angetreten, Händlern vor Ort den Weg ins Internet zu bahnen.

(Foto: Sportmarken 24)

München Nichts geht mehr in den meisten deutschen Sportgeschäften. Für viele Kaufleute ist die Corona-Epidemie eine Katastrophe. Um die Händler zu unterstützen, schlägt Valeska Benner jetzt einen ungewöhnlichen Weg ein. Die Gründerin des Onlineshops Sportmarken 24 vergibt zinslose Darlehen an Ladenbesitzer, denen das Geld ausgeht.

„Die Auszahlung wird pragmatisch lediglich mit einem Minimum an Vertragstext abgewickelt, um sofort zu helfen, wo notwendig“, sagt die Unternehmerin aus Wiesbaden. Am Freitagnachmittag hat die 35-Jährige das Angebot allen Händlern unterbreitet, mit denen sie zusammenarbeitet. Am Montag sei bereits die erste Überweisung rausgegangen, freut sich Benner.

Mit dem Start-up Sportmarken 24 ist die ehemalige Unternehmensberaterin vor zwei Jahren angetreten, Händlern vor Ort den Weg ins Internet zu bahnen. Denn viele Ladenbesitzer stehen schon in normalen Zeiten schwer unter Druck.

Benner ermöglicht Geschäftsinhabern, ihre Bestände auf Internetmarktplätzen zu präsentieren. Vorbild ist Schuhe 24, eine Firma ihres Mannes Dominik Benner mit einem ähnlichen Konzept für Schuhgeschäfte.

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Standort erkennen

    „Für Händler ist es ein enormer Aufwand, das Onlinegeschäft selbst zu betreiben“, sagt die Allgäuerin. Sie bietet Ladenbesitzern daher ein IT-System an, mit dem diese ihre Ware einfach auf allen großen Onlineplattformen verkaufen können.

    Unter dem Namen Sportmarken 24 tauchen die Angebote auf Marktplätzen von Amazon über Ebay bis Real auf. „Für die Geschäftsinhaber besteht kein Risiko, und sie müssen kaum Geld in die Hand nehmen.“

    Nun aber fürchtet sie, dass viele ihrer Partner die Krise nicht überleben werden. Jeder Händler, der Liquidität benötige, bekomme daher von ihr für den Zeitraum von zwei Monaten ein zinsloses Darlehen in Höhe des Umsatzes, den der Händler im letzten Monat über ihre Software erzielt hat. Diese liegen zwischen 2000 und 40.000 Euro. „Dies deckt zwar in keiner Weise die wegbrechenden Umsätze, sollte den Händlern aber zumindest helfen, die laufenden Kosten wie Miete und Personalkosten teilweise zu decken“, sagt Benner.

    Benner ist mit ihrer Firma liquide, sie hat einige Investoren als Gesellschafter und verfügt über Kreditlinien. Diese will sie dafür verwenden, den Händlern zu helfen.

    Benner: „Schließlich sind wir an langfristigen Partnerschaften mit jedem einzelnen Händler interessiert und haben nichts davon, wenn nun eigentlich solide und gut aufgestellte Händler aufgrund des Coronavirus Insolvenz anmelden müssen.“

    Darüber hinaus will sie weitere Händler über ein Schnellverfahren an ihr System angliedern. So könnten diese, während die stationären Umsätze ausbleiben, zumindest im Netz verkaufen.

    Versand geht immer

    Rainer Wolf war einer der Ersten, der bei Sportmarken 24 mitgemacht hat. Weil sich der Eigentümer von vier Sportläden im Raum Ulm einen eigenen Onlinestore nicht leisten kann, sah Wolf in der Plattform die Chance, am boomenden Internethandel teilzunehmen. „Das funktioniert sehr gut und reibungslos“, beteuert Wolf. Vergangenes Jahr schloss Benner auch einen Vertrag mit der Händlervereinigung Intersport, um deren Mitglieder leichter anzubinden.

    Der Onlinehandel laufe bislang weitgehend reibungslos, versichert Benner. Ihr eigenes Unternehmen lasse sich notfalls aus dem Homeoffice führen, und die Händler könnten die Pakete auch bei geschlossenen Läden verschicken.

    Nur die Logistiker von DHL und DPD dürfen nicht ausfallen. Irgendjemand muss die Sendungen schließlich liefern.

    Mehr: Das Coronavirus stoppt den rasanten Aufstieg von Motel One.

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