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Paul Hadrossek und Fabian Müller Wie zwei Männer mit dem Start-up Kinderheldin die Hebammen-Welt revolutionieren

Das Start-Up Kinderheldin berät junge Eltern am Telefon. Jetzt kooperiert die Krankenversicherung Barmer mit den beiden männlichen Gründern.
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Die beiden Gründer bringen den Begriff der Telemedizin zur Anwendung. Quelle: Die Kinderheldin
Fabian Müller (links) und Paul Hadrossek

Die beiden Gründer bringen den Begriff der Telemedizin zur Anwendung.

(Foto: Die Kinderheldin)

Wenn Frauen schwanger sind oder gerade ein Baby bekommen haben, sei Google ihr größter Feind, sagt Paul Hadrossek, 35. Geben sie dort eine Frage zum Thema Schwangerschaft, Geburt oder Säuglingsgesundheit ein, verunsicherten die Ergebnisse, die die Suchmaschine ausspucke, die Mütter oft unnötig.

Hadrossek, der selbst noch keine Kinder hat, gründete 2018 ein Start-up für werdende und junge Eltern: Bei Kinderheldin geben Hebammen von sieben Uhr morgens bis zehn Uhr abends online oder am Telefon Ratschläge – auch am Wochenende.

„Hebammen sind für Familien unentbehrliche Partnerinnen“, sagt Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer-Krankenkasse, die mit dem Start-up kooperiert. Unentbehrlich, und zugleich zu wenige: Einer Umfrage der Versicherung zufolge konnten 13 Prozent der Befragten keine Hebamme finden.

Hadrossek und sein Partner Fabian Müller, 34, haben acht Frauen fest angestellt, die neben ihrer eigentlichen Arbeit als Vor- und Nachsorgehebammen noch telemedizinische Beratung machen. Eine Anfrage kostet 7,90 Euro.

Für die Mitglieder der Barmer ist der Service kostenlos, auch die R+V Versicherung und ein paar Krankenhäuser haben eine Kooperation mit Kinderheldin abgeschlossen.
Unterstützt werden Hadrossek und Müller von Heartbeat Labs, einem Inkubator für Gesundheitsthemen, der von Jan Beckers, Gründer des Investors Hitfox, ins Leben gerufen wurde. Beckers ist ein Studienfreund von Hadrossek, der eigentlich Zahnarzt ist.

Hadrossek hat einige Jahre in einer Klinik in Münster gearbeitet, bevor er mit einem Freund ein zahnärztliches Versorgungszentrum aufbaute. „Wie wird die Versorgung der Zukunft aussehen?“, habe er sich dort gefragt, erzählt er. Ein Teil der Lösung sei die Telemedizin. „Für viele Fragen müssen die Patienten nicht in die Praxis, das kann man am Telefon klären“, sagt er, „das spart allen Beteiligten Zeit und Nerven.“ Mit Kinderheldin will er nun beweisen, dass es funktioniert.

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