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Peter Harf Der Stratege der Reimann-Holding arbeitet am nächsten großen Coup

Peter Harf könnte in einer neuen Investitionsrunde weitere acht Milliarden Dollar einsammeln – trotz der Probleme, die die Holding der Milliardärsfamilie hat.
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Die Milliardärsfamilie Reimann steckt hinter der US-Donutkette. Quelle: AFP
Krispy Kreme

Die Milliardärsfamilie Reimann steckt hinter der US-Donutkette.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Es ist schon einige Jahre her, dass Peter Harf der deutschen Milliardärsfamilie Reimann versprochen hat, bis zum 70. Lebensjahr weiterzumachen. Doch auch dann war noch nicht Schluss: Der 1946 geborene Stratege der Reimann-Investmentholding JAB ist als Chairman und Managing Partner dort nach wie vor der entscheidende Mann.

So sitzt er in zahlreichen Kontrollgremien wichtiger Beteiligungen, zum Beispiel beim Kosmetikkonzern Coty, der Kaffee- und Teefirma Jacobs Douwe Egberts (DJE) oder der britischen Sandwich-Kette Pret A Manger.

Nun treibt der gelernte Berater, der seine Karriere im Unternehmen 1981 als Geschäftsführer bei der damaligen Chemiefirma Reckitt Benckiser in Ludwigshafen begann und diese dann in eine Finanzholding umwandelte, die Weiterentwicklung erneut voran: Laut einem Bericht der „Financial Times“ will Harf bei Investoren weitere acht Milliarden Dollar einsammeln, um in Unternehmen der Konsumgüterindustrie zu investieren. Vom Unternehmen gab es dazu keinen Kommentar.

Es wäre bereits die vierte Investitionsrunde von JAB. 2014 hat die Holding, die das Milliardenvermögen der äußerst diskreten deutschen Unternehmerfamilie Reimann bündelt, den „JAB Consumer Fund“ gegründet, über den zum Beispiel Family-Offices oder Stiftungen ihr Vermögen anlegen.

Offizielle Zahlen gibt es nicht, aber klar ist, dass das Volumen rasant wächst. Im Juni 2018 berichtete Bloomberg, dass JAB vor Abschluss der dritten Investorenrunde mit fünf Milliarden Euro stehe.

Diese Entwicklung steht in Gegensatz zu den Problemen, mit denen die Holding zu kämpfen hat: zuvorderst die Krise beim Kosmetikkonzern Coty, die sich auch in der JAB-Bilanz für 2018 mit einem Nettoverlust von 883 Millionen Euro ablesen lässt. Im Frühjahr 2019 war der Reimann-Clan dann mit Enthüllungen über die Nazi-Vergangenheit der Firmen-Patriarchen und den Missbrauch von Zwangsarbeitern konfrontiert.

Aber Harf, der einen Doktortitel der Universität zu Köln und einen MBA-Abschluss aus Harvard besitzt, gilt als besonnen und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Vor Jahrzehnten, als seine Frau Mechtild an Leukämie erkrankte, trieb er die Suche nach Stammzellspendern voran; es war die Gründungsstunde der DKMS. Das Motto damals: „Wir machen das Unmögliche möglich!“ Ein Anspruch, der den Kölner wohl sein Leben lang antreibt.

Mehr: Die Übernahme der Parfümmarken von Procter-&-Gamble endet für den Konzern mit Milliardenabschreibungen. Einblicke in ein Herzstück des Reimann-Imperiums.

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