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Philipp Haindl Mittelstandsholding Serafin sichert sich prominentes Übernahmeziel

Mit der Übernahme einer Covestro-Sparte legt der Chef der Mittelstands-Holding in Sachen Umsatz an Tempo zu – es ist die elfte Übernahme der Münchener.
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2010 gründete er die Unternehmensgruppe Serafin und baut seitdem eine Mittelstandsholding auf. Quelle: Unternehmensgruppe Serafin
Philipp Haindl

2010 gründete er die Unternehmensgruppe Serafin und baut seitdem eine Mittelstandsholding auf.

(Foto: Unternehmensgruppe Serafin)

München Zehn Firmen hat Philipp Haindl bereits übernommen, es waren weitgehend unbekannte Namen. Nun bedient sich der Unternehmer mit seiner Mittelstandsholding Serafin erstmals bei einem bekannten börsennotierten Konzern: Vom Kunststoffhersteller Covestro übernimmt er das europäische Geschäft mit Polycarbonatplatten.

Covestro ist 2015 aus dem Unternehmen Bayer Material Science hervorgegangen und gehört mit 14,6 Milliarden Euro Umsatz zu den größten Kunststoffherstellern der Welt. Das Geschäft mit den Polycarbonatplatten hat Covestro in anderen Regionen bereits abgestoßen. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. 2018 erwirtschaftete die nun von Covestro abgespaltene Sparte rund 130 Millionen Euro Umsatz mit 250 Mitarbeitern.

Das von Haindl und seinen beiden Mitstreitern Falk Daum und Dino Kitzinger ausgegebene Jahresziel von rund 800 Millionen Euro Umsatz hätte die Serafin-Gruppe daher schon übertroffen. „Die Umsatzmilliarde war unser erklärtes Ziel für 2022, das werden wir wohl früher erreichen“, sagt Haindl dem Handelsblatt. „Wir stellen aber nicht das Arbeiten ein.“

Inzwischen ist Haindl so umtriebig mit seiner Serafin-Gruppe, dass er immer mehr Aufmerksamkeit für seinen Wachstumskurs erhält. Mit dem neuen Geschäft sind es insgesamt elf Portfoliofirmen, die Haindl und sein rund 30 Mitglieder starkes Team von München aus managt. Mehr als 40 Leute will er aber nicht beschäftigen.

Misserfolge seien normal, findet der 40-Jährige. So gingen seine Gersthofer Backbetriebe in die Insolvenz. Haindl versteht Serafin als interne Beratung für die Beteiligungsfirmen. Regelmäßig werden Manager aus der Holding entsandt. Erst im Juli tätigten die Bayern mit der Übernahme des spanischen Bodenbelagherstellers RCR mit 170 Millionen Euro den größten Zukauf seit der Firmengründung 2010.

Haindl sieht sich in der 150-jährigen Tradition des Familienunternehmens Haindl Papier, das die 32 Gesellschafter 2001 an den Konzern UPM Kymmene verkauften. Damals setzte das Familienunternehmen 1,6 Milliarden Euro um und beschäftigte 4000 Mitarbeiter. In den Beteiligungen von Serafin sind es mehr als 5000. Der Absolvent der London School of Economics sammelte Erfahrungen im Family Office, bei KPMG und bei einem Finanzinvestor, bevor er Serafin gründete.

Mehr: Die großen Familienunternehmen müssen mit kleineren, agilen Holdings ihre Zukunftsfähigkeit sichern. Das ist oft kein leichter Schritt.

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