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Pixability-Gründer Investor Andreas Göldi: „Europa hat einen Minderwertigkeitskomplex“

Der Schweizer Unternehmer ist zurück aus den USA und als Partner bei B-to-V eingestiegen. Er findet, Europa verkaufe sich unter Wert.
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Der Unternehmer hat in den 1990er-Jahren in Sankt Gallen studiert und Namics gegründet, eine der ersten Digitalagenturen. Quelle: btov
Andreas Göldi

Der Unternehmer hat in den 1990er-Jahren in Sankt Gallen studiert und Namics gegründet, eine der ersten Digitalagenturen.

(Foto: btov)

BerlinAls Andreas Göldi, 47, im vergangenen Jahr zurück nach Europa kam, staunte er nicht schlecht. Der Unternehmer, ein gebürtiger Schweizer, hatte zwölf Jahre in den USA verbracht. „Ich war überrascht, wie viel unternehmerische Infrastruktur in dieser Zeit hier aufgebaut wurde“, sagt Göldi.

Kürzlich ist er als Partner bei B-to-V eingestiegen, einer Investmentgesellschaft mit Sitz in Sankt Gallen und Berlin, die derzeit 420 Millionen Euro verwaltet. Er findet, Europa verkaufe sich unter Wert. „Das Ambitionslevel ist noch zurückhaltend“, sagt Göldi. Von Gründern, die bei B-to-V ihre Ideen vorstellten, höre er immer wieder Sätze wie: „Wir konzentrieren uns erst mal auf den deutschen Markt.“

Göldi selbst hat in den 1990er-Jahren in Sankt Gallen studiert und Namics gegründet, eine der ersten Digitalagenturen. Sie verkaufte er im Jahr 2000, kurz vor dem Crash. Gemeinsam mit seiner Frau, ebenfalls Unternehmerin, ging Göldi nach Boston, wo sie nach ein paar gescheiterten Versuchen – „Ehrenrunden“, wie Göldi sagt – wieder ein erfolgreiches Unternehmen aufbauten: Pixability ist eine Werbetech-Firma.

2018 übergaben sie Pixability an einen Fremdgeschäftsführer, einen ehemaligen Facebook-Manager, und kehrten mit ihren zwei Kindern zurück nach Sankt Gallen. Bei B-to-V ist Göldi, ein studierter Wirtschaftsinformatiker, der auch selbst Software programmiert hat, für den technischen Blick auf ein Gründerteam zuständig. Er helfe Gründern auch dabei, ein gutes, technisches Team aufzubauen.

Das habe er selbst ein paarmal gemacht, sagt Göldi, „mit allen Fehlern“. Ihn freue es, dass aus den Universitäten heraus heute mehr gegründet wird als früher. Die technologische Substanz sei stark, das Niveau hoch. Das müsse man nur noch besser vermarkten, sagt Göldi: „Europa hat einen Minderwertigkeitskomplex.“

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