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Prothesenhersteller Philipp Schulte-Noelle soll Ottobock reif für den Börsengang machen

Der neue Chef ist der erste familienfremde Lenker des Medizintechnikkonzerns. Der Interims-CEO wird zur Dauerlösung und erhält einen klaren Auftrag.
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Die Familie Näder steht hinter ihm. Quelle: Ottobock SE & Co. KGaA
Philipp Schulte-Noelle

Die Familie Näder steht hinter ihm.

(Foto: Ottobock SE & Co. KGaA)

Wer den Prothesenhersteller Ottobock erfolgreich führen will, der muss vor allen Dingen eins: Er muss sich mit Firmenpatriarch Hans Georg Näder, 57, gut verstehen. Der Verwaltungsratsvorsitzende und Eigentümer des Unternehmens aus dem niedersächsischen Duderstadt ist ein extrovertierter Mann.

Einer, der aus der Firma seines Großvaters einen weltumspannenden Konzern gemacht hat, der viel von seinen Mitarbeitern verlangt – die aber im Gegenzug von ihm Vertrauen bekommen. So wie Philipp Schulte-Noelle, 42. Seit August 2018 ist der Sohn des langjährigen Allianz-Vorstandschefs Henning Schulte-Noelle bereits Finanzchef bei Ottobock, seit November parallel Interims-CEO.

Jetzt hat ihn der Verwaltungsrat wie erwartet dauerhaft zum Vorstandschef berufen. „Wir haben den richtigen Manager zur richtigen Zeit für die Führungsrolle gefunden“, so lässt sich Näder am Dienstag zitieren. Der Vorgänger von Schulte-Noelle, der promovierte Biochemiker Oliver Scheel, stand nur zehn Monate lang an der Spitze von Ottobock.

Der Manager, der von der Unternehmensberatung AT Kearney kam, war der erste Familienfremde auf dem Posten in der fast 100-jährigen Geschichte des Unternehmens. Im Jahr 2017 hatte sich das Private-Equity-Unternehmen EQT mit 20 Prozent an Ottobock beteiligt, in der Folge wurde Scheel eingestellt. Doch aus Unternehmenskreisen hieß es schnell, dass Scheel und Ottobock „kulturell nicht besonders gut zusammengepasst“ hätten.

Anders der gebürtige Kölner Schulte-Noelle. Der Diplom-Wirtschaftsjurist, der früher für den Medizinkonzern Fresenius und den Finanzinvestor Permira tätig war, könne gut zuhören und die Menschen mitnehmen, heißt es aus Duderstadt. Er habe zudem viel Erfahrung in der Branche. Und er genießt das Vertrauen der Familie Näder.

Dabei ist Schulte-Noelles Aufgabe nicht leicht: Er soll Ottobock – der Umsatz lag 2017 bei 927 Millionen Euro, die Mitarbeiterzahl bei rund 7 000 – börsenreif machen. Der Gang aufs Parkett ist nach Angaben des Unternehmens frühestens 2020 geplant.

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