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Raumfahrt Satellitenbauer OHB ist dank vollem Auftragsbuch krisenfest

Das Bremer Unternehmen ist durch langfristige Verträge mit der Raumfahrtagentur Esa abgesichert. Mittelfristig könnte OHB von Corona sogar profitieren.
18.03.2020 - 15:42 Uhr Kommentieren
Das Technikunternehmen hat derzeit nach eigenen Angaben Aufträge im Wert von 1,84 Milliarden Euro in den Büchern. Quelle: dpa
OHB in Bremen

Das Technikunternehmen hat derzeit nach eigenen Angaben Aufträge im Wert von 1,84 Milliarden Euro in den Büchern.

(Foto: dpa)

Hamburg Marco Fuchs gehört zu den wohl entspanntesten deutschen Vorständen in diesen Tagen – soweit man von Entspannung in Coronazeiten überhaupt sprechen kann. Der Chef des Satellitenbauers OHB aus Bremen kann auf ein volles Auftragsbuch verweisen, zum Teil sogar abgesichert durch „völkerrechtlich bindende Vereinbarungen“, wie er am Mittwoch in der telefonischen Bilanzpressekonferenz sagte.

Sein Unternehmen profitiert davon, dass sich die europäischen Staaten schon Ende 2019 auf ein aufgestocktes Budget für die Raumfahrtagentur Esa geeinigt hatten, die einer der Hauptkunden von OHB ist. „Wesentlicher Unterschied bei uns zu anderen Branchen ist, dass wir keine Sorgen haben, dass uns Aufträge wegbrechen“, sagte Fuchs.

Das Technikunternehmen hat derzeit nach eigenen Angaben Aufträge im Wert von 1,84 Milliarden Euro in den Büchern. Zudem erwartet Fuchs weitere Auftragseingänge aus dem europäischen Navigationstechnik-Programm Galileo und für Copernicus-Erdbeobachtungssatelliten.
Mittelfristig könnte OHB von der Krise sogar profitieren, hoffte Fuchs. „Die Welt wird nach Corona eher digitaler“, sagte er. Die aktuelle Lage zeige, wie wichtig etwa stabile Telekommunikationsnetze sind, wenn Reisen vermieden werden sollen. „Wesentlicher Treiber der Raumfahrt ist ihr Nutzen. Das muss man sich gerade in Krisenzeiten bewusst machen“, sagte Fuchs. Es gehe mittlerweile selten um Prestigeprojekte.

Die Produktion könne mindestens einige Wochen ungestört weiterarbeiten, hofft Fuchs. Vor allem das Büro in Mailand sei betroffen, jedoch müssten die Mitarbeiter nur noch zum Datenaustausch mit Sticks ins Büro kommen.

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    2019 hat das von Fuchs’ Eltern gegründete börsennotierte Unternehmen, das mehrheitlich der Familie gehört, erstmals die Schwelle von einer Milliarde Euro Umsatz knapp überschritten, nach 977 Millionen Euro im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn fiel mit 39 Millionen Euro um knapp fünf Millionen Euro geringer aus als im Vorjahr. Grund war eine Belastung durch den Teilverkauf der Tochter ATP. Operativ verbesserte sich OHB jedoch leicht.

    Die Dividende bleibt stabil. Allerdings habe der Aufsichtsrat durchaus diskutiert, ob das in der Krise angemessen sei, sagte Fuchs. Die Aktie verlor am Mittwoch deutlich weniger als der deutsche Leitindex Dax.

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