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Roland und Michael Mack Europapark-Besitzer wollen Seilbahn nach Frankreich bauen

Roland und Michael Mack wollen ihren Park mit dem französischen Elsass verbindet. Den Segen von Präsident Macron haben die Unternehmer bereits.
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Jeder fünfte Gast stammt aus Frankreich. Quelle: Martin Wagenhahn für Handelsblatt Magazin
Roland Mack

Jeder fünfte Gast stammt aus Frankreich.

(Foto: Martin Wagenhahn für Handelsblatt Magazin)

Der Europapark investiert in Frankreich. Es ist die Verwirklichung eines echten deutsch-französischen Projekts, das Tausende von Arbeitsplätzen schaffen wird.“ So twitterte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montagabend. Damit ist eins klar: Den Segen des Nachbarlandes hat die Familie Mack, die Besitzer des Europaparks im badischen Rust.

Es ist ein kühnes Projekt, das Seniorchef Roland Mack, 69, und Michael Mack, 39, einer seiner beiden Söhne, da vorantreiben. Sie wollen eine knapp sechs Kilometer lange Seilbahn bauen: von Rust, der Heimat ihres Freizeitparks, über den Rhein ins elsässische Nachbardorf Diebolsheim.

Bei einem Treffen mit Macron am Sonntag in Straßburg durfte Michael Mack das Vorhaben vorstellen – und das Staatsoberhaupt war begeistert. Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann war bei dem halbstündigen Gespräch ebenfalls dabei. Auch er will den Zubringer unterstützen.

Sollten die Gondeln tatsächlich eines Tages über der Grenze schweben, wäre das für den exzellent vernetzten Mittelständler mehr als ein Symbol der Völkerverständigung. Rund ein Fünftel der Besucher des größten deutschen Freizeitparks reist aus Frankreich an, vor allem mit dem Auto.

So tragen die Franzosen kräftig dazu bei, dass sich im Sommer oft kilometerlange Staus bilden. Eine Seilbahn würde die Verkehrssituation erheblich entspannen – und könnte damit für noch mehr Zuspruch sorgen.

Details wollten die Macks am Dienstagabend vorstellen – im Beisein der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes. Neben Parkplätzen ist auch ein Öko-Feriendorf auf der Elsässer Seite geplant. Von dort geht es emissionsfrei in sechs Minuten in den Vergnügungspark.

Michael Mack pflegt die Verbindung nach Frankreich

Dass er einmal mit dem französischen Präsidenten verhandeln würde, wäre Roland Mack Mitte der 1970er-Jahre gewiss nicht in den Sinn gekommen. Damals übernahm der junge Maschinenbauer gemeinsam mit Vater Franz einen heruntergekommenen, von Stechmücken verseuchten Märchenpark im badischen Dörfchen Rust nördlich von Freiburg.

Aus diesen Anfängen entstand ein Freizeitpark mit heute fast sechs Millionen Besuchern im Jahr und rund 300 Millionen Euro Umsatz.

Längst hat Patriarch Roland Mack seine drei Kinder an Bord geholt: Tochter Ann-Kathrin sowie die Söhne Michael und Thomas. „Lebenserfahrung schön und gut, aber das reicht in dieser schnelllebigen Zeit nicht mehr“, sagte er einmal dem Handelsblatt.

Die Verbindung nach Frankreich pflegt besonders Sohn Michael. Aus dem Film „Arthur und die Minimoys“ von Star-Regisseur Luc Besson hat er eine eigene Attraktion im Park geschaffen. Jetzt wird er sogar Honorarkonsul des Landes. „Heute ist ein großer Tag für die deutsch-französische Freundschaft“, twitterte Michael Mack vom Treffen mit Macron.

Die Macks planen die Seilbahn, obwohl sie mit dem größten Bau der Firmengeschichte noch gar nicht fertig sind. An der Zufahrt zum Park entsteht für 150 Millionen Euro ein gewaltiges Spaßbad. Wenn das 2019 fertig ist, kann der Brückenschlag nach Frankreich beginnen. Es wird auch ein kluger Schachzug gegen den Pariser Konkurrenten Euro-Disney.

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