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Schmierstoffhersteller Liqui Molys Gewinn sinkt erstmals seit Jahren, doch die Mitarbeiterprämie bleibt

Unter dem neuen Eigentümer Würth macht der Schmierstoffhersteller erstmals seit Langem weniger Gewinn. Trotzdem denkt der Chef an seine Belegschaft.
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Zuletzt bekamen die Mitarbeiter 11.000 Euro, diesmal waren es 2000. Quelle: Liqui Moly
Ernst Prost

Zuletzt bekamen die Mitarbeiter 11.000 Euro, diesmal waren es 2000.

(Foto: Liqui Moly)

UlmEin Jahrzehnt lang war der 13. Februar für Ernst Prost ein Datum überschwänglicher Freude. An diesem Tag präsentieren die Wirtschaftsprüfer des Schmierstoffherstellers Liqui Moly in Ulm traditionell den Geschäftsabschluss für das Vorjahr.

Bis zuletzt war der Umsatz stets auf Rekordniveau geklettert und mit ihm der Gewinn. 2016 und 2017 lag der Profit so weit über den Planungen, dass Prost jeden der rund 850 Mitarbeiter mit einer „Siegesprämie“ von 11.000 Euro belohnte. „Doppelt so viel wie Daimler-Chef Dieter Zetsche“, ließ er sich zitieren und an seinem Geburtstag am Folgetag groß feiern.

An Gratulanten mangelte es dem 62-Jährigen auch am vergangenen Donnerstag nicht. Gleichwohl fiel der Jubel diesmal verhaltener aus. Der Umsatz war 2018 nur um zwei Prozent auf 544 Millionen Euro gestiegen, der Gewinn vor Steuern gar um acht Prozent auf 52,6 Millionen gefallen. Er entspräche aber „immerhin rund zehn Prozent Umsatzrendite“, sagt Prost.

Aber damit hätten die „Mitunternehmer“ von Liqui Moly, wie Prost seine Mitarbeiter gern nennt, zum ersten Mal seit vielen Jahren keine Erfolgsprämie erhalten. Dennoch entschied der Arbeiterfreund, jeder Vollzeitkraft wenigstens eine Art „Geschenk“ von 2000 Euro zu überweisen. „Das gebietet der Anstand“, sagt Prost.

Die nun geringere Prämie liege in den gestiegenen Mineralölpreisen begründet und habe nichts mit dem neuen Eigentümer zu tun. 2018 war das erste Jahr des Mineralöl- und Autopflegespezialisten unter dem Dach des Montagetechnik-Händlers Würth.

Prost, gelernter Kfz-Mechaniker, hatte Liqui Moly 1998 von seinem damaligen Arbeitgeber übernommen und zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelt. Dass Würth währenddessen eine 30-prozentige stille Beteiligung hielt, verschwieg der Aufsteiger lange.

Umso größer war die Überraschung, als Prost Liqui Moly Ende 2017 vollends an Würth veräußerte, gleichzeitig aber an der Spitze seiner bisherigen Firma blieb. Die Weichen für weiteres Wachstum seien aber gestellt, unter anderem durch den Einstieg in die Formel 1, sagt Prost. „2019 soll es wieder krachen.“

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