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Schuhhändler Heinrich Deichmann wagt den größten Zukauf der Firmengeschichte

Der Schuh-Unternehmer behauptet sich online wie offline. Nun übernimmt Heinrich Deichmann im wichtigen US-Markt einen Händler mit 64 Filialen.
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China wird als Markt immer wichtiger. Quelle: Dirk Hoppe für Handelsblatt
Heinrich Deichmann

China wird als Markt immer wichtiger.

(Foto: Dirk Hoppe für Handelsblatt)

EssenWährend sich viele Unternehmen gerade darum mühen, neben den Profiten noch einen anderen Sinn in ihrem unternehmerischen Handeln zu suchen, kann sich Heinrich Deichmann entspannt zurücklehnen. Sein 2014 verstorbener Vater Heinz-Horst, der das 1913 als Schuhreparatur gestartete Unternehmen groß machte, hatte immer eine klare Vision: Schuhe auch für den kleinen Geldbeutel.

1977 kam das große soziale Engagement durch die Hilfsorganisation Wort und Tat hinzu, das auch Heinrich Deichmann international fortführt. Der Vision des Vaters ist er treu geblieben. Seine Aufgaben indes sind deutlich vielfältiger geworden.

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Deichmann SE bewegt sich zunehmend in gesättigten Märkten, der Umsatz im deutschen Schuheinzelhandel schrumpfte um drei Prozent, meldete der Branchenverband BDSE vor zwei Tagen.

Deshalb hat sich Deichmann relativ gut geschlagen. Mit etwa 60 Prozent Auslandsanteil setzte Deichmann 2018 weiterhin rund 5,8 Milliarden Euro um. Der Betriebswirt und Theologe nutzte das Jahr, um das Unternehmen zukunftsfest zu machen. Internationalisierung, Digitalisierung und Kooperation lauteten die Aufgaben.

Dazu zählt eine Kooperation mit dem Franchise-Unternehmen Azadea in der arabischen Welt. In Dubai eröffnet Deichmann im Sommer mit Azadea die erste Filiale. Und im wichtigen US-Markt, wo Deichmann seit 1984 aktiv ist, kaufte er KicksUSA, einen Händler mit 64 Filialen. Das ist die größte Übernahme der Firmengeschichte.

Über den Preis spricht Deichmann ebenso wenig wie über den Firmengewinn, der „zufriedenstellend“ sei. Das weitere Wachstum sei ohne externe Geldgeber zu realisieren. Allein 2019 will er 285 Millionen Euro dafür in die Hand nehmen.

Deichmann war im Jahr 2000 einer der ersten Onlinehändler, inzwischen gehören 40 Onlineshops zu dem Essener Unternehmen mit rund 4 000 Filialen weltweit und 40 000 Mitarbeitern. China wird als Absatzmarkt immer wichtiger. Noch im ersten Halbjahr wird Deichmann auch auf der Onlineplattform TMall, die zu Alibaba gehört, zu finden sein und dort rund eine halbe Milliarde Kunden erreiche

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