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Snowpass 99 Skigebiete in neun Ländern: Portugiesisches Start-up bietet größten Skipass der Welt an

Das Start-up Snowpass verkauft seit Sonntag den ersten europaweiten Skipass. 42.000 Interessenten haben sich zuvor bereits registriert.
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Portugiesische Snowpass bietet ersten europäischen Skipass an Quelle: snowpass
Das Snowpass-Führungsteam

Tomás Neiva, Julia Engelmann und Pedro Neiva.

(Foto: snowpass)

Madrid Als „größten Skipass der Welt“ preisen die Gründer des portugiesischen Start-ups Snowpass ihr Angebot. Seit dem gestrigen Sonntag verkaufen sie für die kommende Wintersaison im Internet den ersten europäischen Skipass. Er gilt aktuell für neun Länder und 99 Skigebiete. Die ersten 50.000 Kunden zahlen 395 Euro, alle weiteren müssen 895 Euro berappen.

Sitz von Snowpass ist Chameca da Caparica südlich von Lissabon. Die Lage an der Atlantikküste ist ungewöhnlich für ein Wintersport-Unternehmen. Aber CEO und Mitgründer Pedro Neiva ist ebenso wie Tomás, einer seiner vier Söhne, ein begeisterter Skifahrer.

„Da Portugal nur ein kleines Skigebiet hat, fahren wir mit Freunden oft zu verschiedenen Gebieten in Europa“, erzählt Pedro Neiva dem Handelsblatt. Daraus entwickelte der 46-Jährige mit dem 19-jährigen Sohn Tomás die Idee für Snowpass. 2018 gründeten die beiden das Unternehmen.

Kunden konnten sich in den vergangenen Wochen bereits unverbindlich für den Kauf des Passes zum Preis von 395 Euro registrieren. 42.000 haben das getan – die meisten davon waren Deutsche, fast 20 Prozent aller Registrierten.

Allerdings hat Neiva erst vor wenigen Tagen die Liste der teilnehmenden Skigebiete veröffentlicht. Dabei zeigt sich, dass keines der populären Gebiete in dem Pass enthalten ist. Zudem gilt der Snowpass pro Skigebiet nur für zehn Tage.

Skiverband FIS ist Werbepartner

Pedro Neiva ist dennoch überzeugt, dass sein Modell funktioniert. „Bislang gab es in Europa nur Zehn-Tages-Pässe oder Saisonkarten für ein Gebiet oder einen Verbund von meist nationalen Gebieten“, erklärt er. Snowpass sei so gestrickt, dass es genau in die Lücke zwischen den existierenden Angeboten stoße und sowohl Skigebiete als auch Fahrer profitierten: „Wir sind teurer als ein Zehn-Tages-Pass, aber mit dem Preis für die ersten 50.000 Kunden billiger als eine Saisonkarte“, sagt er.

Interessant sei der Pass für diejenigen, die mehrmals pro Saison Ski fahren wollten, aber nicht immer in demselben Gebiet. Zudem sollen noch Pisten hinzukommen. „Es haben weitere Ressorts ihre Teilnahme zugesagt, die nur noch nicht die nötigen Unterlagen geschickt haben“, sagt er. „Unser Ziel ist, zum Saisonstart 150 Skigebiete im Angebot zu haben.“

Als Werbepartner hat Snowpass sich den internationalen Skiverband (FIS) ausgesucht. „Als mich Pedro Neiva zum ersten Mal anrief, habe ich gleich gemerkt, dass er wirklich von seiner Idee überzeugt ist“, sagt Jürg Capol, Marketing-Chef des FIS. „Mir gefällt sie auch, weil sie innovativ ist und helfen kann, mehr Leute für den Wintersport zu begeistern.“ Der FIS hat deshalb die Kontakte zwischen Snowpass und den Bergbahnen hergestellt.

Eine Region, die nicht teilnimmt, ist die Zugspitze. „Ich bin bei solchen Angeboten skeptisch, ob sie tatsächlich so viel mehr Kunden bringen, dass sich das für die Liftbetreiber lohnt“, erklärt Matthias Stauch, Vorstand der bayerischen Zugspitzbahn. „Die Gefahr ist, dass ein europäischer Pass unsere eigenen Angebote kannibalisiert.“ Die Zugspitze bietet einen Saisonpass für 506 Euro an. Ganz ausschließen will Stauch eine künftige Teilnahme jedoch nicht: „Wir schauen uns jetzt einmal an, wie das im ersten Jahr läuft, und sehen dann weiter.“

In den USA gibt es bereits zwei Saisonpässe für US-Pisten, die auch in einigen anderen Ländern gelten. Sie kosten jeweils rund 1000 US-Dollar (umgerechnet 890 Euro) und damit ähnlich viel wie der reguläre europäische Snowpass.

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