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Sohn des Gerry Weber-Gründers Ralf Weber wehrt sich gegen Angriffe von Trigema-Chef Grupp

Der Sohn des Modekonzerngründers hält die Aussagen des Unternehmers für respekt- und anstandslos. Grupp wirft dem Gerry-Weber-Vorstand Größenwahn und Gier vor.
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Der 54-Jährige sieht das Lebenswerk seines Vaters Gerhard Weber angegriffen. Quelle: dpa
Ralf Weber

Der 54-Jährige sieht das Lebenswerk seines Vaters Gerhard Weber angegriffen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfRalf Weber ist eigentlich ein ruhiger und besonnener Mensch. Er wählt seine Worte mit Bedacht. Doch die Angriffe von Trigema-Chef Wolfgang Grupp sind ihm dann doch zu viel. „Es ist ohne Respekt und Anstand, wie Herr Grupp über uns urteilt und richtet“, schimpft der frühere Vorstandschef und Sohn des Firmengründers von Gerry Weber.

Der streitbare Grupp hatte im Gespräch mit der „Textilwirtschaft“ gegen den Textilkonzern aus Halle in Westfalen gewettert, weil er gefragt worden war, bei Gerry Weber als Investor einzusteigen. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass man mir überhaupt zutraut, mit Unternehmern, die ihre Firma durch Größenwahn und Gier in die Insolvenz getrieben haben, Geschäfte zu machen“, sagte er dem Branchenblatt.

Das sei „nicht der Stil, den Unternehmer pflegen sollten“, kontert Weber, 55, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Vor allem sein Vater Gerhard Weber, 77, fühle sich verletzt, wenn sein Lebenswerk so angegriffen werde. „Das kann man nicht so stehen lassen“, sagt der Junior. Er werde mit seinem Vater darüber sprechen, wie sie auf die Angriffe aus dem schwäbischen Burladingen reagieren werden.

Ein Bekannter von Ralf Weber hatte Grupp angesprochen, um ihn als Mitstreiter einer Investorengruppe rund um die Familie Weber zu gewinnen. Doch das war nicht im Sinne Webers.

Denn der Bekannte hatte zwar eine Liste mit den Namen möglicher Investoren, die er für die Familie kontaktieren sollte. Aber Wolfgang Grupp und seine Firma Trigema, die mit dem berühmten Affen wirbt, gehörten nicht dazu. „Er hatte von uns keinen Auftrag, Herrn Grupp anzusprechen“, sagt Weber.

Klar ist aber, dass die Familie Weber Investoren sucht, um für Teile des Unternehmens, das sich in der Insolvenz in Eigenverwaltung befindet, zu bieten. „Wir sprechen mit vielen, um eine Investorengruppe aufzubauen.“

Er und sein Vater wollten einen Beitrag dazu leisten, dass das Damenmode-Unternehmen weiterexistieren könne. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers „liegen mittlerweile mehrere erste unverbindliche Angebote von potenziellen Investoren vor“.

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