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Spezialglas-Hersteller Wie Frank Heinricht bei Schott Innovationen vorantreibt

Das Mainzer Unternehmen investiert allein im laufenden Geschäftsjahr 300 Millionen Euro. Der Vorstandschef setzt dabei auf die vernetzte Welt.
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Seit Sommer 2013 ist der Manager Vorstandsvorsitzender der Schott AG. Quelle: dpa
Frank Heinricht

Seit Sommer 2013 ist der Manager Vorstandsvorsitzender der Schott AG.

(Foto: dpa)

Frank Heinricht versteht es, Botschaften plakativ zu machen. „Wir sind jetzt in unserem Basislager angekommen und wollen von dort aus weitere Gipfel erklimmen“, sagte der Vorstandschef des Mainzer Spezialglas-Herstellers Schott AG am Mittwoch. Und fügt mit einem leichten Grinsen hinzu: „Für uns liegt dieses Basislager nicht im Schwarzwald, es liegt im Hochgebirge.“

Neue Technologien wie etwa Smartphones, Brillen für Augmented Reality, aber auch Spezialanwendungen im Medizinbereich treiben die Nachfrage nach einem alten Material: optischen Gläsern. Schott soll davon kräftig profitieren.

300 Millionen Euro investiert das Stiftungsunternehmen allein im laufenden Geschäftsjahr. Das ist deutlich mehr als jene 185 Millionen Euro, die der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr (zum 30. September) investierte.

Hinzu kommen Investitionen im Pharmabereich über insgesamt ebenfalls 300 Millionen in den kommenden drei Jahren, davon sind 80 Millionen in den 300 Millionen für das laufende Jahr schon enthalten. „Gute Ideen brauchen auch die notwendigen Investitionen“, so der Schott-CEO.

Seit Sommer 2013 ist Heinricht Vorstandsvorsitzender der Schott AG. Innovationen sind seit jeher die Leidenschaft des 56-jährigen Physikers und promovierten Ingenieurwissenschaftlers. Das war schon so, als er noch Chef des Hanauer Familienunternehmens Heraeus war.

Bei Schott hat er dafür eine breite Spielwiese. Das Unternehmen hat zahllose Geschäftsfelder – vom Kochfeld bis zu Spezialglas etwa für die Auto- oder Medizinbranche. Sie alle verbindet zwar das Material Glas. Dort gibt es diverse Möglichkeiten, mit kleinen Ideen neue Anwendungen zu finden.

Und so lässt es sich der CEO nicht nehmen, bei der Bilanzpräsentation in Mainz selbst auf wichtige Innovationen hinzuweisen. Da ist etwa gehärtetes Glas für Displays, das sogar gefaltet werden kann. Oder ein Spezialglas, mit dem die Hersteller von Augmented-Reality-Brillen ein deutlich größeres Sichtfeld für ihre dargestellten Informationen haben.

Mit einer Beteiligung an dem Start-up Nnaisense aus der Schweiz sichert sich das Unternehmen zudem Wissen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, mit dem man die sensiblen Produktionsprozesse bei der Herstellung von Spezialglas optimieren will.

Die Übernahme der finnischen Primoceler verschafft Schott Zugang zum Markt für sogenanntes Glas-Bonding. Dabei wird hochsensible Elektronik zum Beispiel in Implantaten durch Glas hermetisch geschützt. „Unsere Neuproduktrate, also Produkte, die nicht älter als fünf Jahre sind, ist um 20 Prozent auf 25 Prozent gestiegen“, freut sich Heinricht.

Das biete gute Perspektiven für das laufende Jahr und auch darüber hinaus, so der Schott-Chef. Für den Umsatz prognostiziert er ein Plus von drei bis sechs Prozent, beim Ergebnis Stabilität auf hohem Niveau. Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz um 6,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zu, Währungseffekte fraßen davon allerdings einen großen Teil wieder auf, so dass das Plus am Ende bei einem Prozent lag. Das Jahresergebnis stieg um sechs Prozent auf 208 Millionen Euro.

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